Hörphänomene: Die Augen hören mit

Wie sich die menschlichen Sinne ergänzen

Die Ohren hören, die Augen sehen, die Zunge schmeckt – so haben wir es gelernt. Doch die Wahrheit ist komplexer. Tatsächlich ergänzen sich unsere Sinne gegenseitig. So unterstützen zum Beispiel die Augen im Gespräch unsere Ohren.

Wahrscheinlich haben Sie es auf einer lauten Party oder in der Disco selbst schon erlebt: Sie hören nur einen Teil von dem, was der Gesprächspartner sagt. Den Rest verstehen Sie, weil Sie – wenn auch eher unbewusst – die Lippenbewegungen des Gegenübers beobachten. Auch die Länge des Gesagten, Gesichtsausdruck und Gesten werden berücksichtigt, um den Sinn der gesprochenen Worte herauszufinden.

Ga Ga Ga oder Ba Ba Ba?10

Um genauer zu ermitteln, wie die akustische Wahrnehmung durch die Augen beeinflusst wird, führten Wissenschaftler des Baylor College of Medicine in den USA folgendes Experiment durch: Sie spielten Personen ein Video vor, in dem ein Mensch „Ga Ga Ga“ sagt. Auf der Tonspur war jedoch „Ba Ba Ba“ zu hören. Welche Variante haben die Zuhörer und Zuseher nun verstanden?  Weder die eine noch die andere: Alle Testpersonen glaubten, ihnen wäre „Da Da Da“ vorgespielt worden. Dieses Ergebnis zeigt, dass keiner der beiden Sinne dominant ist. Stattdessen werden Ohr und‘ target=’_blank‘ rel=’nofollow’>Zur Seite » Auge kombiniert, um daraus die Botschaft abzuleiten. Dabei kann durch die Korrekturen sogar etwas ganz Falsches herauskommen. Dieses Hörphänomen wird in der Wissenschaft als McGurk-Effekt bezeichnet. Mitte der 1970er Jahre entdeckten der Entwicklungspsychologe Harry McGurk (1936–1998) und seine Mitarbeiter an der University of Surrey in England den Effekt zufällig, während sie die Wahrnehmung bei Kleinkindern untersuchten. Er wurde in mehreren Sprachen überprüft und bestätigt.

Gut Hören ist wichtig

Das zeigt zwar, dass die Sprachwahrnehmung nicht allein über das Gehör funktioniert und die menschlichen Sinnesorgane in vielen Situationen eng zusammenarbeiten. Doch ganz ohne die Ohren geht es natürlich für die meisten Menschen nicht. Schließlich müssen Sie ihren Gesprächspartner auch manchmal im Dunkeln oder von hinten verstehen – oder wenn er sich im Nachbarzimmer befindet. Daher ist gutes Hören im Alltag überaus wichtig.

Stellen Sie wiederholt fest, dass Sie öfter nachfragen müssen oder in lauten Umgebungen auch hochkonzentriert nur schwer verstehen, was Ihr Gegenüber sagt, dann lassen Sie Ihr Gehör einfachen bei uns im Fachgeschäft überprüfen. Ein Hörtest ist kostenlos.

 

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Zehn Akustische Wunder

Wie Architektur und Kunst das Hören beflügeln

Architektur ist nur was für das Auge! – Falsch, denn in einigen Fällen beflügelt sie auch unsere Ohren. Wir möchten Ihnen zehn architektonische Gebilde vorstellen, welche mehr als nur unseren optischen Sinn ansprechen. Wir nehmen Sie mit auf eine kleine Reise, bei der Sehenswürdigkeiten zu „Hörwürdigkeiten“ werden.

  1. Tvísöngur, Island

An einem idyllischen Berghang mit Blick auf den Fjord liegt das isländische Tvísöngur. Die für jeden zugängliche Skulptur aus Beton besteht aus fünf Kuppeln, die sich zu einem Gewölbenetz verbinden. Jede dieser Kuppeln ist so ausgerichtet, dass sie eine Resonanz verstärkt, die sich von den anderen unterscheidet. Das Ergebnis: ein Echo der traditionellen isländischen Fünf-Ton-Harmonie.

  1. Waldmegafone, Estland

Im estländischen Võru findet man seit 2015 zwischen den Bäumen hölzerne Megafone, welche die Geräusche des Waldes verstärken. Unterschiedliche Größen und Formen sorgen dabei für ein abwechslungsreiches Hörvergnügen.

  1. Fertőrákos Höhlentheater, Ungarn

Ein Steinbruch scheint ein unwahrscheinlicher Ort für eine Oper zu sein, aber die Menschen auf der ganzen Welt erkennen und schätzen das Potenzial dieser riesigen, höhlenartigen Räume. Im Zusammenspiel mit Licht und Schatten hallt der Klang in ihren festen Wänden wider.

  1. Āli Qapu Palace Musikhalle, Iran

Inmitten von Lehmziegeln aus dem 17. Jahrhundert findet man die prächtigen Gewölbedecken der Āli Qapu Palace Music Hall. Die Gewölbe bilden kleine Nischen über dem Kopf und sorgen so für eine geringe Nachhallzeit. – Ideal für intime Musik und speziell für iranische Balladen.

  1. Denge Klangspiegel, Großbritannien

An der britischen Küste bei Dungeness sind „Klangspiegel“ Teil der bezaubernden Landschaft. Diese Betonformen mit einer Breite von 6 bis 60 Metern wurden in den 1920er Jahren als Frühwarnsysteme für feindliche Flugzeuge gebaut. Als die Flugzeug- und Radartechnologie fortschritt, wurden sie schnell überflüssig, aber die klanglichen Qualitäten dieser Sehenswürdigkeiten bleiben erhalten.

  1. Flüstergalerie der St Paul’s Cathedral, Großbritannien

In der Flüstergalerie der St Paul’s Cathedral gibt es ein oftmals unbeabsichtigtes Phänomen, welches die Besucher in Scharen anzieht. Murmelt man etwas in die Galeriewand, kann man es auf der anderen Seite der 33 Meter-Kuppel hören. Es gilt also aufzupassen, was man sagt.

  1. Ekko, Dänemark

Was ist, wenn das Gebäude selbst ein Instrument ist? Beispielsweise das in sich gedrehte „Ekko“ des Künstlers Thilo Frank in Dänemark. Der mit Holzrahmen versehene „Soundwalk“ ist gespickt mit Mikrofonen und Lautsprechern, welche die Klänge aufzeichnen und wiedergeben, die beim Überqueren des Laufweges entstehen

  1. Prenzlauer Berg Wasserturm, Berlin

Dunkle, unterirdische Räume können Desorientierung verursachen und zugleich ein klangliches Erlebnis verstärken. So auch im Wasserturm und in den Tanks in Berlin. Eine Kombination aus Licht- und Klangreflexionen, sowohl physisch als auch digital, verstärkt die Sinne der Besucher dieser Installationen des deutschen Künstlers Robert Henke.

  1. Echomauer, China

Der von einem 273 Hektar großen Park umgebene Himmelstempel zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Peking. Das akustische Highlight sind jedoch drei Echosteine vor der Halle des Himmelsgewölbes. Ein Klatschen auf den ersten Stein erzeugt ein Echo, ein Klatschen auf den zweiten Stein bringt zwei Echos hervor und der dritte schließlich produziert drei Echos.

  1. Stonehenge, Großbritannien

In Südengland findet man die berühmten Steinkreise und Hügelgräber der Megalith-Kultur. Auch hier gibt es ein akustisches Phänomen, denn je nach Position innerhalb des Steinkreises heben die Töne an oder verstummen. Der Grund hierfür sind Schallwellen, die sich gegenseitig verstärken oder aufheben.

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5 Ernährungstipps für ein gesundes Gehör

Wie eine ausgewogene Ernährung unseren Hörsinn stärken kann

Dr. Mareike Großhauser ist studierte Ernährungswissenschaftlerin und beschäftigt sich seit 25 Jahren mit der optimalen Ernährung für ein leistungsstarkes und gesundes Leben. Mit einer Spezialisierung im Bereich Sporternährung berät sie seit 2003 Profi- und Freizeitsportler sowie alle, die sich ausgewogen ernähren wollen. Lesen Sie in diesem Beitrag wie unsere Ernährung unser Ohr beeinflussen kann. Hier finden Sie 5 Ernährungstipps, von Dr. Mareike Großhauser, für ein gesundes Gehör.

Magnesium fürs Ohr

Magnesium und Vitamine sind für unseren Stoffwechsel lebenswichtig. Sie sorgen beispielsweise dafür, dass unser Körper richtig wächst und ausreichend Energie freisetzt. Verschiedene Studien konnten nachweisen, dass die optimale Aufnahme von Magnesium in Verbindung mit Vitaminen zu einer verbesserten Hörleistung beiträgt. Besonders große Mengen an Magnesium enthalten Kürbis- und Sonnenblumenkerne, Vollkorngetreide und Haferflocken. Obst und Gemüse, die viel Magnesium liefern, sind Bananen, Himbeeren, Brokkoli und grüne Bohnen.

Mit Vitaminen gegen Sauerstoffradikale

Vor allem die Vitamine A, C und E sowie ß-Carotin schützen unsere Zellen vor schädlichen Einflüssen wie zum Beispiel Sauerstoffradikalen aus der Luft. Wenn aufgrund einer ungünstigen Ernährungsweise keine ausreichenden Radikalfänger im Innenohr zur Verfügung stehen, kann sich das über längere Zeit negativ auf die Hörleistung auswirken. Um dies zu verhindern, helfen uns beispielsweise tierische Lebensmittel wie Leber oder Eier (Vitamin A) sowie pflanzliche Lebensmittel wie Spinat, Grünkohl, grüner Feldsalat und Karotten (ß-Carotin).

Auf die richtigen Kohlenhydrate kommt es an

Nicht selten hört man: Kohlenhydrate sind ungesund und machen dick. Dabei benötigt unser Körper Kohlenhydrate und auch Fette, um sowohl körperliche Aktivitäten als auch geistige Aufgaben bewältigen zu können. Natürlich ist der individuelle Bedarf an Kohlenhydraten abhängig von mehreren Faktoren wie dem Körpergewicht und der sportlichen Aktivität eines Menschen. Doch grundsätzlich lässt sich festhalten, dass beispielsweise Brot und Nudeln aus Vollkorngetreide, Kartoffeln und Haferflocken zu den gesunden Kohlenhydraten zählen.

Zu viel Zucker: Unsere Ohren sagen „Nein, danke“

Nahrungsmittel, die viel Zucker enthalten, führen dazu, dass unser Körper hohe Mengen an Insulin ausschüttet. Über einen längeren Zeitraum kann das zu Diabetes führen. In Studien wurde bereits bestätigt, dass Menschen, die an Diabetes erkrankt sind, ein erhöhtes Risiko eines Gehörverlusts haben. Nahrungsmittel wie Gebäck und Kuchen, Eiscreme und Weißmehlprodukte sollten also nur in Maßen verzehrt werden!

Das gewisse Extra: Ginkgoblätter und Kiefernrinde für die Ohrgesundheit

Derzeit gibt es noch keine wissenschaftlichen Aussagen zur Wirksamkeit von pflanzlichen Stoffen, die zu einem gesunden Gehör beitragen sollen. Es werden jedoch beispielsweise Extrakte aus Kiefernrinde und Ginkgoblättern untersucht, die dabei helfen sollen, Ohrengeräusche zu reduzieren, Hörfunktionsstörungen wie Tinnitus und Durchblutungsstörungen zu verbessern und die Nervenzellen im Ohr zu stärken.

Sie sehen: Eine gesunde Ernährung ist Voraussetzung dafür, dass unser Körper richtig funktionieren kann, denn sie beeinflusst Wohlbefinden, Gesundheit und die Entstehung von Erkrankungen. Eine ausgewogene Ernährungsweise ist also ratsam. Was aber absolut nicht bedeutet, dass Sie von nun an auf Ihre geliebten Leckereien verzichten müssen!

Weitere Informationen rund um das Thema Ernährung finden Sie unter Zur Seite » target=“_blank“ rel=“noopener“>www.mareikegrosshauser.de

Quelle: https://www.ihr-hoergeraet.de/bin-das-wirklich-ich/‚ target=’_blank‘ rel=’nofollow’>Zur Seite »

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Tinnitus Compass

Tinnitus bezeichnet die Wahrnehmung von Geräuschen, die nicht von akustischen Signalen der Umwelt verursacht werden. Fast jeder hatte schon mal ein Pfeifen oder Rauschen im Ohr, das keiner äußerlichen Klangquelle entstammt. Studien gehen von bis zu 10 Millionen Menschen in Deutschland aus, die jährlich an einem Tinnitus leiden. Nicht immer ist ein Tinnitus ein dauerhafter Zustand. Oft verschwinden die störenden Ohrgeräusche so plötzlich wieder, wie sie aufgetaucht sind. Hält das lästige Geräusch jedoch an, leidet der Betroffene unter einem chronischen Tinnitus. Internationalen Studien zufolge leiden etwa 6 Prozent der Weltbevölkerung an einer schweren Form des chronischen Tinnitus. Um das verbreitete Phänomen besser zu verstehen, finden Sie im Folgenden einige Antworten auf die häufigsten Fragen zu Tinnitus: Welche Tinnitus-Formen gibt es?  Was sind seine Ursachen und mit welchen Folgen geht er einher? Wie kann ein Tinnitus behandelt werden?

Die erste Art vom Tinnitus die wir hier verstellen ist der Tinnitus aurium.

Tinnitus aurium heißt „Ohr-Tinnitus“ und bezeichnet den Tinnitus der durch eine Beschädigung des Innenohres entsteht. Genauer gesagt besteht eine Beschädigung an den Haarsinneszellen. Diese sind entweder bereits abgestorben oder stark beschädigt. Ist die Beschädigung sehr punktuell, klingt der Tinnitus tonal (piepsen, peifen, ein oder mehrere Töne) je nach betroffenen Frequenzbereich klingt der Ton dann heller oder dunkler. Je breitbandiger die Beschädigung ist, desto rauschender klingt der Tinnitus. Meist lässt sich die Beschädigung in Form eines Hörverlustes sichtbar machen mit Hilfe eines Tonaudiogramms.

Mögliche Ursachen sind:

  • Hörsturz
  • Knalltrauma
  • Lärmtrauma
  • Hörverlust
  • Altershörverlust
  • ototoxische Medikamente und Substanzen.

Therapie bei einem akuten Tinnitus aurium:

Zur Behandlung eines Tinnitus aurium, bei dem die Ursache noch aktiv ist (also zeitlich unabhängig akut), ist der HNO-Arzt/Ärztin der/die richtige Ansprechpartner/In. Zu den erfolgsversprechenden Therapien gehören Infusionen oder Tabletten zur Vorbeugung von Infektionen, Verbesserung der Durchblutung und zur Versorgung und Rehabilitation der Haarsinneszellen mit Hilfe von Mikronährstoffen.

Sympthomlage: Tinnitus variiert in Tonlage (Klang wird heller o. dunkler) und Lautstärke (=Tinnitus arbeitet) Klang bzw. Erscheinungsform:

  • Tonal (punktuelle Schädigung der Haarsinneszellen in der Cochlea)
  • Rauschen (breitbandige Schädigung der Haarsinneszellen in der Cochlea)
  • Zischen (breitbandigere Schädigung der Haarsinneszellen im Hochtonbereich der Cochlea)
  • Brummen (Schädigung der Haarsinneszellen im Tieftonbereich der Cochlea, z.B. im Zusammenhang mit Morbus Meniere)

Hinweis: der Begriff „akuter Tinnitus“ wird in der medizinischen Betrachtung meist nur auf die ersten drei Monate nach Auftreten des Tinnitus bezogen, weil da die Heilungschancen am höchsten sind.

Therapie eines chronischen Tinnitus aurium:

Zur Behandlung eines Tinnitus aurium im chronischen Stadium ist der Hörakustiker/In mit Spezialisierung auf Tinnitus der/die Ansprechpartner/in, da oft auch ein Hörverlust vorliegt.Die Therapie besteht also darin, mit einem Hörgerät den Hörverlust und den damit verbundenen „Verlust“-Tinnitus zu behandeln. Durch das Ausgleichen des Hörverlustes wird der Tinnitus stark abgemildert oder verschwindet ganz.

Sympthomlage: Tinnitus variiert nicht in Tonlage (klingt also immer gleich:

  • Klangerscheinung statisch, aber in Lautstärke veränderbar
  • Klangerscheinung: Tonal (Einzeltöne), Rauschen, Zischen, Brummen

Hinweis: Ein Hörverlust alleine ist kein ausreichender Hinweis dafür, ob es sich um einen Tinnitus aurium handelt. In einem von zehn Fällen, kann es sich um eine gemischte Problematik handeln, also um einen Tinnitus cranii und einem zusätzlichen Hörverlust, der aber nicht ursächlich in Verbindung mit dem Tinnitus steht. Deswegen ist die Krankenhistorie immer zu beachten. Wenn also ein Knalltrauma oder Hörsturz zugrunde liegt, oder eine Lärmeinwirkung (Lärmberuf) wahrscheinlich ist/war handelt es sich sehr wahrscheinlich um einen Tinnitus aurium.
Bei einem Tinnitus cranii verbessert ein Hörgerät nicht die Tinnitus-Wahrnehmung. Wenn ein Tinnitus cranii in Kombination mit einem Hörverlust, mit einem Hörgerät versorgt wird, wird der Tinnitus meist lauter wahrgenommen.

Tinnitus cranii

Tinnitus cranii heißt „Kopf-Tinnitus“ und bezeichnet den Tinnitus, der Symptom verschiedener Krankheiten ist und als Geräuschwahrnehmung im Kopf erscheint. Ein Tinnitus cranii entsteht nicht im Ohr bzw. Innenohr oder rührt aus dessen Beschädigung her. Dieser Tinnitus wird „im Kopf“ wahrgenommen also in der Hörrinde (der Ort, an dem gehörtes verarbeitet wird). Dort werden neuronale Impulse als Hörwahrnehmung fehl interpretiert und der Eindruck, man höre einen Ton, Rauschen oder ein anderes Geräusch, entsteht. Ähnlich beim Sehen, wenn man „Sternchen sieht“, dabei ist man nur zu schnell aufgestanden oder hat sich einen Nerv im Rücken geklemmt. Der Tinnitus entsteht also irgendwo im Körper und nicht im Ohr, wird aber im Hörzentrum als Geräuschwahrnehmung interpretiert.

Mögliche Ursachen gibt es also viele, wie zum Beispiel:

  • Halswirbelsäulenprobleme
  • Muskelverspannungen
  • Hormonschwankungen
  • Stoffwechselprobleme, etc..

Ist die Beschädigung eher im Bereich der Nerven zu finden (z.B. geklemmter Nerv, entzündete Zahnwurzel, gereiztes Kiefergelenk, HWS,…) klingt der Tinnitus eher tonal (ein oder mehrere Töne). Handelt es sich eher um einen rauschenden Tinnitus sollte man eher im Bereich Stoffwechsel, Medikamenten und Hormonen nach Ursachen suchen. Klingt der Tinnitus brummend oder summend und lässt dieses durch andere brummende Geräusche zum aufschaukeln provozieren, sollte man im Bereich Atlaswirbel und Kiefergelenksverspannungen suchen. Bei einem brummenden Tinnitus in Kombination mit Hörstürzen und Schwindel könnte auch eine Morbus Menière Erkrankung die Ursache sein.

Therapie bei einem ursachengekoppelten (akutem) Tinnitus cranii:

Zur Behandlung eines Tinnitus cranii, der noch in Verbindung mit seiner Ursache steht und von dieser immer wieder getriggert wird, sollte ein/ Fach-Arzt/Ärztin für den entsprechenden Fachbereich aufgesucht werden. Zu den Therapien gehört es die Ursache zu finden und diese zu beheben, um den Tinnitus zu mildern oder sogar ganz zu beheben. Der Tinnitus muss dann immer im Zusammenhang mit anderen begleitenden Symptomen betrachtet werden, um den richtigen Facharzt zu finden.

Sympthomlage: Tinnitus variiert in Tonlage (Klang wird heller o. dunkler) und Lautstärke (=Tinnitus arbeitet)

Klangerscheinung:

  • Tonal (Einzeltöne) = Belastung oder Reizung von Nervenbahnen (z.B. HWS, Verspannungen im Bereich der Wirbelsäule, Zahnprobleme, OP-Narben, Unfallfolgen, Nervenentzündungen, …)
  • Rauschen/Zischen= Stoffwechselveränderungen (z.B. Diabetes, Hormonveränderungen wie beispielsweise in den Wechseljahren, Schilddrüsenprobleme, Toxine, Narkosemittel, bestimmte Medikamente, Nährstoffunterversorgungen, Blutdruckveränderungen, bestimmte Medikamente, …)
  • Brummen = Atlaswirbelprobleme, Kiefergelenksprobleme
  • Andere Geräusche= Hörgedächtnisreaktionen auf Stress (z.B. Sirenen, Maschinengeräusche, Telefon, …)

Hinweis: der Begriff „akuter Tinnitus“ wird in der medizinischen Betrachtung meist nur auf die ersten drei Monate nach Auftreten des Tinnitus bezogen, weil da die Heilungschancen am höchsten sind. Wenn der Tinnitus noch ursachengekoppelt ist, also die Ursache noch aktiv ist, aber der Tinnitus schon länger wahrgenommen wird, besteht immer noch eine gute Chance mit Therapien zur Beseitigung der Ursachen eine Verbesserung der Symptomlage zu schaffen oder den Tinnitus samt seiner Ursache zu beheben.

Therapie eines chronischen Tinnitus cranii:

Zur Behandlung eines Tinnitus cranii im chronischen Stadium ist der/die Hörtherapeut/In mit Spezialisierung auf Tinnitus der/die Ansprechpartner/in, da ein chronischer Tinnitus nicht mehr in Verbindung mit der Ursache steht und man mit der Wahrnehmung selbst arbeiten muss.
Die Therapie besteht also darin, die Wahrnehmung so zu konditionieren, dass der Tinnitus ignoriert werden kann, wie andere unwichtige Köpergeräusche auch (z.B. Schlucken oder atmen). Durch das Konditionieren der Wahrnehmung lernt das Gehirn den Tinnitus als unwichtig einzustufen und dann nach und nach zu ignorieren. Hierzu stehen zwei Methoden zur Verfügung: die aktive Konditionierung, also die klassische Tinnitus-Retraining-Therapie und die passive Methode, die Tinnitus Desensibilisierung. Bei der Tinnitus-Desensibilisierung wird die Hörkonzentration bewusst auf relevante Geräusche gelenkt, wie Sprache und im zweiten Schritt wird der Tinnitus mit einem nicht-relevanten Geräusch, z.B. Naturrauschen, gleichgesetzt und verschmolzen. Das Training besteht also aus konzentriertem zuhören für ca. 60 bis 90 Minuten und anschließendem Entspannen mit Naturgeräuschen für ca. 20 bis 30 Minuten.

Sympthomlage: Tinnitus variiert nicht in Tonlage (klingt immer gleich) aber in Lautstärke
Klangerscheinung: Tonal (Einzeltöne), Rauschen, Zischen, Brummen oder andere komplexe Geräuschwahrnehmungen

Wenn Sie unter einem der zwei Tinnitusarten leiden, melden Sie sich gerne bei uns für eine Beratung. Dann schauen wir gemeinsam welche Therapie für Sie geeignet ist. Sie können sich aber auch vorweg die App Tinnitus Compass aus dem App-Store runterladen und sich da informieren.

 

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Was macht ein Hörtherapeut?

Hörtherapeuten sind speziell im Bereich kognitive Hörverarbeitung und Hörstörungen ausgebildet. Es gibt eine Vielzahl an Hörstörungen, die auch ohne Beeinträchtigung des Hörvermögens, also ohne Hörverlust, das Verstehen beeinträchtigen können. Solche Hörstörungen sind Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen bei Kindern und Erwachsenen, Hyperakusis, Hyperakusis dolorosa, Misophonie, Phonophobie, Stresssyndrom und Konzentrationsstörungen, Filterfunktionsstörungen (chronischer Tinnitus) und Hörentwöhnung. Zur Behebung der Hörstörungen können Hörtherapien und Hörtraining angewandt werden. Anlaufstellen für Betroffene sind ausgebildete Hörtherapeuten.  Ich (Kristin Sieberth) bin, seit 2018, ausgebildet Hörtherapeutin und bilde mich in diesem Bereich stetig weiter. Lesen Sie in diesem Blogbeitrag mehr über die verschieden Hörstörungen und wie die verschieden Therapien ablaufen.

Der Besuch bei einem Hörtherapeuten beinhaltet ein Vorgespräch (Anamnese), Fragebögen (subjektive Erfassung der Höreinschränkung) einem Screening Test und ggf. einen ausführlichen Test der kognitiven Verarbeitungsbereiche im Bereich Hören zur objektiven Erfassung der Hörverarbeitungseinschränkung. Sollte ein Hörverlust vorliegen, wird dieser ebenfalls erfasst. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse wird ein individueller Therapie- bzw. Hörtrainingsplan erstellt. Eine Hörtherapie kann von 6 (z.B. Stressmanagement) bis zu 12 Wochen (wie bei Tinnitus-Therapie) dauern. Eine Hörtherapie beinhaltet einen wöchentlichen Besuch beim Hörtherapeuten mit Trainingseinheiten und einem täglichen Training von 45-90 Minuten und anschließender Entspannung (Zeitaufwand je nach Therapie) mit Therapiegeräten. Die Therapiekosten setzen sich aus Betreuungskosten und Miete der Therapiegeräte zusammen.

Hörstörungen

Hörentwöhung:

Die Wahrnehmung ist die Interpretation und Rekonstruktion der externen Welt aus den Sinneseindrücken. Eines dieser Sinne ist das Hören. Treten hier Probleme auf, wie beispielsweise ein Hörverlust, kann dieser Sinn nicht mehr zuverlässig zur Erfassung der Umwelt beitragen. Mit zunehmendem Hörverlust entstehen für das Gehirn Informationslücken. Das führt zu Fehlinterpretationen. Aber durch den Hörverlust entsteht auch Stress im Gehirn, weil mehr Kapazitäten zur Verarbeitung von Höreindrücken aufgewendet werden müssen. Das räumliche Hören, Sprachdifferenzierung und Lautstärkeerkennung sowie Wiedererkennung werden von zunehmendem Hörverlust beeinträchtigt. Als Spätfolge stellt sich eine Hörentwöhnung ein.

Symptome einer Hörentwöhnung können u.an sein:

  • eine kurze Aufmerksamkeitsspanne
  • hohe Ablenkbarkeit
  • Überempfindlichkeit bei Geräuschen
  • Gedächtnisstörungen
  • Verwechslung ähnlich klingender Wörter
  • schlechte Ortungsfähigkeiten
  • zögerndes Sprechen
  • Flache und monotone Stimme
  • Hörverzögerungen.

Mit zunehmendem Hörverlust kann diese extra Energie zur Verarbeitung von Gehörtem kaum mehr aufgewendet werden und somit verlagert sich das Gehirn mehr auf die anderen Sinne wie z.B. das Sehen. Bei fortgeschrittener Hörentwöhnung wird das Gehirn „faul“, wenn es darum geht Hörinformationen zu verarbeiten. Wir schauen dann lieber genau hin als hinzuhören. Die Symptome einer Hörentwöhnung sind den Symptomen einer Demenzerkrankung ähnlich, da in Beiden Fällen das Abnehmen der Gedächtnis- und Denkleistungen die Folge sind. Eine Hörentwöhnung ist der häufigste Grund für das Scheitern einer Hörgeräteanpassung. Wenn man einen Hörverlust hat und das schon über einen längeren Zeitraum, kann es am Anfang sehr störend sein, wenn man plötzlich mit einem Hörgerät versorgt wird und plötzlich wieder alles hört. Man muss sich erst wieder daran gewöhnen.
Besteht der Hörverlust mehrere Monate oder gar Jahre, reicht es nicht mehr den Hörverlust auszugleichen um in geräuschvollen Situationen wieder verstehen zu können. Hierzu muss auch die Hörentwöhnung im Gehirn rückgängig gemacht werden. Mit anderen Worten, das Gehirn muss seine Filterfunktionen und Interpretationen neu ausrichten bzw. kalibrieren. Der Grad der Hörentwöhnung muss ermittelt werden und mit Hilfe eines Hörtrainings und speziell abgestimmten Therapiegeräten die zentrale Hörleistung ca. 8 Wochen trainiert und verbessert werden.

Stressausgelöste AVWS (Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung) bei Erwachsenen und Kindern:

Mit AVWS bezeichnet man die Störung einer oder mehrerer Teilbereiche der kognitiven Hörverarbeitung, wodurch Konzentration und Verstehen nur eingeschränkt möglich sind, obwohl kein Hörverlust besteht. Diese können durch Entwicklungsstörungen während der Schwangerschaft oder frühkindlicher Entwicklung entstehen (permanente AVWS) oder aufgrund von Stress oder traumatischen Erlebnissen (temporäre AVWS).

Stress kann die kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigen und stören. Stress ist eigentlich etwas positives, denn Stress ist eine Überlebensstrategie, die es in Gefahrensituationen ermöglicht, schnell zu reagieren. Aber durch das Leben in den Industrienationen ist Kampf und Flucht keine richtige Reaktion auf Stress und so wird Stress zum Gesundheitsrisiko. In einer ersten Welle der Stressantwort werden aktivierende Hormone wie Adrenalin und Kortisol freigesetzt. Durch diesen Hormoncocktail erhöht sich zunächst der Blutzuckerspiegel, um Muskeln und Gehirn rasch Energie zu zuführen, der Herzschlag beschleunigt sich, der Blutdruck nimmt zu, der Wahrnehmungsfokus reduziert sich auf wesentliche Reize- die dem Überleben dienen. Der gesamte Organismus gerät in Alarmbereitschaft. Dieser Zustand hilft dem Menschen in Gefahrensituationen zu fliehen oder sich zu verteidigen. In beiden Fällen werden die Produkte der Stressreaktion abgebaut. Werden die Stoffwechselprodukte nicht abgebaut, weil weder Kampf noch Flucht stattgefunden haben, bleibt der Körper in Alarmbereitschaft und kann nicht in die Ruhephase wechseln. Bei Ständiger Alarmbereitschaft und ausbleiben der Ruhephasen, kommt der Körper aus dem Gleichgewicht-eine sogenannte Stressadaption tritt ein und der Stresszustand des Körpers wird chronisch. Darunter leidet nicht nur der Körper, sondern gerade die Aufmerksamkeit, denn auch das Gehirn ist aufs Überleben ausgerichtet und die Wahrnehmung eingeschränkt. Die zentrale Verarbeitung von Sinneseindrücken ist reduziert und kann nur sehr wesentliche Reize verarbeiten. Die Fähigkeiten sich zu konzentrieren, zu verarbeiten und zu lernen sind stark reduziert. Dass chronischer Stress eine Vielzahl von Krankheiten verursacht oder zumindest verschlimmert, ist unbestritten. Fazit ist, Verstehen ist eine kognitive Leistung, die durch Stress nur eingeschränkt funktioniert.
Stress heutzutage kann Überforderung, starke Veränderung der Lebensumstände (Umzug, Scheidung, Verlust,…), mediale Überreizung (PC, TV, Smartphone, Computerspiele, …) und traumatische Erlebnisse (Unfälle, Überfälle, …) sein und zählen zu den potentiellen Auslösern einer temporären Auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung führen bei Kindern und Erwachsenen.

Hyperakusis, Misophonie und Phonophobie:

Mit Hyperakusis bezeichnet man die Überempfindlichkeit gegenüber Geräuschen die in der Hörumwelt vorkommen. Betroffene beurteilen Geräusche als zu laut, die objektiv betrachtet nicht zu laut sein können. Dies kann sich zusätzlich auch in Schmerzempfindungen äußern (Hyperakusis dolorosa). Misophonie ist die Überempfindlichkeit gegenüber nur bestimmten Geräuschen. Phonophobie ist die Angst vor bestimmten Geräuschen, die eine extreme Stressreaktion, Aggression und Wut auslösen können. Hyperakusis ist eine bestimmte Stressreaktion des limbischen Systems, mit einer erhöhten Beteiligung der Amygdala. Die Amygdala hat die Aufgabe im Gehirn, gehörtes zu bewerten- also auch eine Risikobewertung vorzunehmen. Wurde speziell durch Überforderung oder traumatische Erlebnisse in Kombination mit bestimmten oder lauten Schallereignissen eine extrem negative Bewertung vorgenommen, kann diese Bewertung von da an als Bewertungsgrundlage gelten und diese Geräusche oder generell Lautstärke als bedrohlich also als Risiko eingeschätzt werden.

Im nächsten Blogbeitrag geht es dann um die Hörstörung Tinnitus.  Wenn Sie jetzt mehr über unsere Hörverarbeitung lesen möchten, lesen Sie gerne folgende Blogbeiträge von uns:

  • 21. DEZEMBER 2020 – Studie belegt: Männer hören nicht zu
  • 7. DEZEMBER 2020 – Der Cocktailparty-Effekt
  • 14. SEPTEMBER 2020 – Geräusche im Überfluss
  • 31. AUGUST 2020 – Hörstress als Ursache für Erschöpfung oft unterschätzt!
  • 10. AUGUST 2020 – Richtig Hinhören will gelernt sein !

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Bin das wirklich ich?

Warum wir unsere Stimme anders wahrnehmen als unsere Umgebung

„Wenn meine Stimme wirklich so klingt, wie auf den Sprachnachrichten bei WhatsApp, entschuldige ich mich bei allen, mit denen ich jemals gesprochen habe.“ Aber egal ob WhatsApp, Videoaufnahme oder der altbekannte Anrufbeantworter: die eigene Stimme klingt auf Aufnahmen allgemein immer fremd. Doch woran liegt das? Lesen Sie dazu mehr in diesem Blogbeitrag.

Menschen haben eine „innere“ und eine „äußere“ Stimme.
Beim Sprechen erzeugen die Stimmbänder einen Schall, der über das Jochbein, den Unterkiefer und die Schläfe vom Knochen direkt an das Innenohr weitergeleitet wird. Dabei dämpfen Muskeln und Gewebe die Schwingungen und verändern somit die Klangfarbe unserer Stimme. Deshalb hören wir unsere eigene Stimme tiefer als sie in Wahrheit ist.
Ein Tonband beispielsweise zeichnet lediglich nur unsere „äußere“ Stimme auf. Sie klingt ungewohnt und fremd, weil das Tonband nicht die Schall-Schwingungen im Inneren unseres Körpers aufnehmen kann. Daher sind wir im ersten Moment von unserer eigenen Stimme überrascht.

Der Schlüssel zum Geheimnis?
Die Erklärung für das Dilemma mit der eigenen Stimme liegt in unserem Kopf. Denn die Schallwellen, die beim Sprechen entstehen, nehmen zwei unterschiedliche Wege zu unserem Gehör.
Zum einen gibt es den sogenannten Luftschall. Dieser gelangt durch unseren Mund über die Luft in unsere Gehörgänge. Der Luftschall ist also der Schall, den unsere Gesprächspartner als unsere Stimme wahrnehmen. Der sogenannte Knochenschall ist der zweite Weg zu unserem Gehör. Wir haben es am Anfang des Artikels bereits angeschnitten: Der Knochenschall gelangt direkt über den Kiefer ins Innere der Ohren, wo die Informationen an das Gehirn weitergeleitet werden. Sie können den Knochenschall sogar hören, wenn Sie sich beide Ohren zuhalten und leise sprechen.
Zusammengefasst besteht die eigene Stimme somit aus zwei Schallkomponenten, die unmittelbar miteinander verbunden sind.

Warum singt man grundsätzlich schief, wenn man Kopfhörer trägt?
Unsere Stimme ist keineswegs nur unser Sprachinstrument! Sie wird nicht nur von außen gehört, sondern auch innerhalb unseres Körpers resoniert. Das bedeutet, dass das äußere Hören als Kontrollorgan des Inneren dient. Haben wir nun einen Kopfhörer mit Musik auf den Ohren, kommt es zu einem Konflikt zwischen den beiden Prozessen. Ist die Kontrolle des äußeren Hörens nicht mehr gegeben, kommt es häufig dazu, dass man schneller und leichter schief singt.

Spieglein, Spieglein an der Wand
Das Phänomen, dass wir Gewohntes mehr mögen beziehungsweise Ungewohntes weniger mögen, bezeichnet man als „Mere-Exposure-Effekt“. Dieser Effekt ist auch der Grund, weshalb wir uns auf Bildern häufig ebenfalls weniger gefallen als vor dem Spiegel.
Wir gewöhnen uns an das Bild von uns, das uns im Spiegel gegenüber steht. Doch wir sehen uns spiegelverkehrt, denn in Wirklichkeit sehen wir so gar nicht aus.
Blicken wir nun auf Fotos von uns, ist das für uns ungewohnt und wir fangen nicht selten an zu meckern. Aber keine Sorge: Unsere Umgebung sieht und hört uns viel lieber so, wie sie uns wahrnimmt – schon allein, weil sie sich bereits daran gewöhnt hat und uns genau so kennt.

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Gefahren für Ohren im Winter

So kommen Ihre Ohren gut geschützt durch den Winter

Unsere Ohren müssen im Winter einiges aushalten: Nicht nur Kälte und Wind bei niedrigen oder frostigen Temperaturen. Auch Nässe und Feuchtigkeit oder eine hohe Lautstärke, beispielsweise beim Schneefräsen, sind Risiken für Ohren im Winter.

Auf einen Blick
  • Gefahren für Ohren im Winter
  • Tipps zum Schutz Ihres Gehörs
  • Mit Hörsystemen gut durch die kalte Jahreszeit


Lesen Sie dazu mehr in diesem Blogbeitrag.

Der Winter ist eine Herausforderung für unser Immunsystem, Hals-, Nasen und Ohren. Das Gehör muss nicht nur kalte und feuchten Temperaturen aushalten, oftmals stellt auch ein hoher Lärmpegel eine große Herausforderung dar, wie beispielsweise beim Schneefräsen. Denn eine Schneefräse kann mehr als 100 Dezibel erreichen und so einen lärmbedingten Hörverlust verursachen. Auch der Besuch eines Eishockey-Spiels – auch wenn dies aktuell Corona-bedingt weniger in Frage kommt – gehört aufgrund der hohen Lautstärke zu den Risiken für Ohren im Winter. In einer Sportarena wie dem Eishockey-Stadion können Werte über 120 Dezibel erreicht werden. Dieser Lärm macht sich meist nicht sofort als Hörschaden bemerkbar, dennoch ist es möglich, dass er langfristig zu einer Schwerhörigkeit oder einem Tinnitus

Mit passendem Gehörschutz schützen Sie Ihr Gehör und senken die Gefahren für Ohren im Winter. Neben Ohrstöpseln eignen sich auch Ohrenschützer oder lärmhemmende Kopfhörer. Darüber hinaus gibt es einige Möglichkeiten, mit denen Sie Ihre Ohren vor Kälte, Nässe und Feuchtigkeit schützen und so Gesundheitsrisiken im Winter verringern.

Warum ist Kälte für unsere Ohren so gefährlich?

Kälte sorgt für eine schlechtere Durchblutung am und im Ohr. Dadurch setzen sich Bakterien und Viren viel leichter fest. Darüber hinaus kann die Hals- und Nackenmuskulatur aufgrund einer kalten Kopfpartie verkrampfen. Eine dauerhafte Muskelanspannung kann so im tiefen Kopfgelenksbereich zu einer Hörstörung wie Tinnitus führen. Zudem besteht die Möglichkeit, dass Kälte und Wind Ihren Gehörgang reizen, das führt schnell zu Schmerzen am äußeren Teil des Ohres. Wasser in den Ohren verstärkt diesen Prozess. Und weil die Haut an den Ohren besonders dünn ist und kein schützendes Fettgewebe besitzt, kühlen unsere Ohren bei Kälte sehr schnell aus. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt kommt es so schnell zu kleineren oder größeren Erfrierungen an den Ohrmuscheln.

Wie kann ich meine Ohren im Winter schützen?

Unsere Tipps helfen Ihnen dabei, die Gefahren für Ohren im Winter durch Kälte und Feuchtigkeit zu minimieren:

  • Kopfbedeckung: Durch das Tragen von Mütze, Multifunktionstuch, Stirnband, Ohrenschützer oder Skihelm bleiben die Schleimhäute gut durchblutet, die Infektionsgefahr, beispielsweise für eine Mittelohrentzündung, Gleichzeitig beugen Sie Kälteschmerzen an der Ohrmuschel vor und schützen Ihre Ohren vor Erfrierungen. Ein Buff kann außerdem auch als Mundschutz, Halstuch und einfache Maske genutzt werden.
  • Auf Watte verzichten: Watte im Ohr bietet keinen Schutz vor Kälte. Sie kann sogar dafür sorgen, dass eine Gehörgangentzündung auftritt, denn durch die Watte wird der Gehörgang schlecht belüftet. So entsteht ein feuchtwarmes Milieu, das ein Nährboden für Krankheitserreger ist.
  • Gehörgang trocknen: Nach dem Duschen oder Baden sollten Sie Ihren Gehörgang immer gut trocknen, bevor sie sich kalten Temperaturen aussetzen. Das funktioniert gut mit einem Handtuch oder Föhn.
  • Kalte Ohren: Leichte Kälteschäden der Ohrmuschel sind zwar schmerzhaft, verschwinden normalerweise jedoch in einem beheizten Raum schnell wieder. Durch leichtes massieren der Ohren bringen Sie die Durchblutung in Gang, das unterstützt das Aufwärmen. Haben Sie bereits stärkere Erfrierungen, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.
  • Keine Ohrringe tragen: Verzichten Sie besser darauf, bei längeren Aufenthalten in der Kälte Ihre Ohrringe zu tragen. Denn Metall nimmt die Kälte schneller auf und führt zu besonders raschem Auskühlen. Außerdem bleibt Ohrschmuck oft an Mützen oder Schals hängen. Sie können sich schmerzhaft verletzen oder Ihren Schmuck im Schneeregen verlieren.
  • Gesunde Ernährung und viel Bewegung: Mit einer gesunden Ernährung und viel Bewegung regen Sie Ihre Durchblutung an – davon profitieren auch Ihre Ohren und die Hals- und Nasenpartien.
  • Rausgehen und tief durchatmen: Gehen Sie im Winter, besonders in diesem Jahr, regelmäßig nach draußen. Atmen Sie im Wald oder Park kräftig und tief durch. Das entspannt und stärkt Ihre Abwehrsysteme und das Gehör.

Nützliche Tipps für Hörgeräteträger im Winter

Tragen Sie Ihre Hörsysteme gerade jetzt, sonst hören Sie im Winter heranfahrende Autos oder Radfahrer nicht. Außerdem verstehen Sie unter der Mütze und Maske nur die Hälfte und haben ohne Hörhilfen Probleme beim Einkaufen, Unterhalten oder Freizeitsport. Stellen Sie Ihre Hörgeräte, wenn möglich, entsprechend ein. Dabei sollten Sie die Ohren und Hörsysteme immer warmhalten. Eine entsprechende Kopfbedeckung sorgt nicht nur für warme Ohren, sondern verhindert auch, dass die Batterien Ihres Hörsystems auskühlen. Sicherheitshalber sollten Sie im Winter stets Ersatzbatterien in Reserve haben. Sind die Batterien kalt, wärmen Sie diese nach dem Öffnen der Verpackung erst einmal einige Minuten an, beispielsweise in Ihrer Hosentasche oder in der geschlossenen Hand, bevor sie diese in das Hörsystem stecken. Nutzen Sie jedoch niemals ein Feuerzeug oder ähnliches, um Ihr Hörgerät aufzuwärmen.

Insbesondere Feuchtigkeit kann im Winter zu kleineren Problemen mit den Hörgeräten führen. Dennoch sollten Sie Ihre Hörsysteme nach einem längeren Aufenthalt in der Kälte niemals auf die Heizung legen. Es gibt spezielle Trockenstationen, die Schäden durch Kondenswasser vermeiden. Wasserresistente Hörgeräte sind für kalte Temperaturen und den Wechsel von draußen nach drinnen im Winter besser gerüstet.

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Multitalent Ohr – ein faszinierendes Organ

Wussten Sie schon, dass Ohren ein Leben lang wachsen?

Ohren wachsen ein Leben lang. Das ist aber längst nicht das einzige Phänomen dieses außergewöhnlichen Organs. Sie sind wahre Multitalente und können deutlich mehr als nur Schallwellen aufzunehmen. Das Multitalent Ohr ist immer im Einsatz. Unsere Ohren verarbeiten die akustischen Reize ihrer Umgebung – und das immerzu. Einfach verschließen wie unsere Augen oder unseren Mund können wir sie nicht. Unsere Ohren nehmen alle Geräusche in unserer Umgebung wahr und können genau lokalisieren, woher sie kommen.
So sind sie also dafür verantwortlich, dass wir uns in unserer Umgebung orientieren und mit unseren Mitmenschen kommunizieren können. Ohren bieten aber auch allerlei Kurioses.
Lesen Sie dazu mehr in diesem Blogbeitrag.

Warum wachsen unsere Ohren im Laufe unseres Lebens?
Das Multitalent Ohr im Dauerwachstum? Tatsächlich haben Mediziner der Freien Universität Berlin festgestellt, dass der äußere Teil der Ohrmuschel kontinuierlich wächst und stetig länger und breiter wird. Insgesamt wachsen unsere Ohren im Laufe eines Lebens zirka einen Zentimeter. Über die Ursache dieses Phänomens sind sich die Experten jedoch nicht einig.
Ein Teil geht davon aus, dass die Haut über die Jahre weicher und elastischer wird und die Ohren daher größer werden. Andere Forscher sind der Meinung, dass das Ohr wächst, weil das Gehör schlechter wird und eine Altersschwerhörigkeit auftritt. Durch die größere Ohrmuschel könne eine Hörminderung dann besser ausgeglichen werden.

Was ist Altersschwerhörigkeit?
Die Altersschwerhörigkeit ist eine der häufigsten Formen des Hörverlustes. Bei einer altersbedingten Hörminderung spricht man auch von einer Schallempfindungsschwerhörigkeit. Unser Gehör verändert sich schon ab einem Alter von 40 Jahren. Bis wir dann 60 oder 70 Jahre alt sind, hat sich bei einem Drittel aller Menschen die Hörschwelle verschoben und Signale können nicht mehr richtig empfangen und weitergeleitet werden – wir hören schlechter.

Warum hören Männer schlechter als Frauen?
Dass das Multitalent Ohr im Laufe unseres Lebens schlechter wird, haben Experten bereits in vielen Studien nachgewiesen. Eine Studie der Hochschule Aalen hat herausgefunden, dass Männer früher schlecht hören als Frauen. Betrachtet man alle Frauen und Männer hört ein Mann bereits mit 55 Jahren so schlecht wie eine 70-Jährige. Diese Erkenntnis ist nicht neu. Bereits 1994 hat eine in den USA durchgeführte Studie ergeben, dass Frauen ein besseres Hörvermögen haben als Männer.
Das gilt insbesondere im Bereich der für das Sprachverständnis wichtigen Frequenzen um 1.000 Hertz. Einige Forscher führen dies auf das weibliche Hormon Östrogen zurück. Dieses habe einen Schutzeffekt auf die Rezeptoren im Ohr. Viele Männer hören jedoch auch schlechter, weil sie viel häufiger Lärm ausgesetzt sind – das gilt sowohl für ihr Berufsleben als auch für Freizeitaktivitäten.

Wie kann man das Multitalent Ohr schützen?
Das zeigt wie wichtig es ist, das Multitalent Ohr zu schützen, um möglichst lange das gesamte Klangspektrum des Lebens genießen zu können. Zum einen sollten Sie sich Lärm so selten wie möglich aussetzen. Und wenn Sie sich doch in einer lauten Umgebung aufhalten, sollten Sie einen Gehörschutz tragen. Heutzutage gibt es viele verschiedene Modelle von Gehörschutz, die speziell auf die jeweilige Situation ausgerichtet sind.

Mit diesen Tipps können Sie das Multitalent Ohr schützen:

– Lautstärke runterdrehen: Ob Radio, Fernseher, oder Smartphone – drehen Sie die Lautstärke herunter – insbesondere dann, wenn Sie Kopfhörer verwenden.
– Geräuschquellen reduzieren: Verringern Sie die Anzahl der Geräuschquellen in Ihrer Umgebung. Gleichzeitige Gespräche, Musik am Computer und laufende elektrische Geräte belasten Ihr Gehör.
– Leise Geräte kaufen: Achten Sie beim Kauf von Elektrogeräten wie Waschmaschine oder Kühlschrank auf die Dezibel-Angabe. Kaufen Sie Geräte, die möglichst leise sind und damit weniger
belastend für Ihre Ohren.
– Abstand von der Geräuschquelle: Halten Sie einen möglichst großen Abstand zur Geräuschquelle. Stellen Sie sich beispielsweise bei einem Konzert nicht in die erste Reihe oder direkt vor die
Boxen.
– Gehörschutz tragen: Wenn Sie lauten Tätigkeiten wie Rasen mähen oder Holz sägen nachgehen, tragen Sie unbedingt einen Gehörschutz.
– Ohren zuhalten: Wenn die Lärmbelastung zu laut wird, halten Sie sich die Ohren zu und gehen sie weg von der Geräuschquelle.

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Volkskrankheit Depression

Abwarten und zögern bei Schwerhörigkeit schadet.

Depression gehören zu den häufigsten und hinsichtlich ihrer Schwere am meisten unterschätzten Erkrankungen. Auslöser kann auch eine unbehandelte Schwerhörigkeit sein.

Fast 20 Prozent der Menschen erkranken irgendwann in ihrem Leben mindestens einmal an einer Depression oder einer chronisch depressiven Verstimmung (Dysthymie), so die Angaben des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. In diesem Blogbeitrag informieren wir über diese zweithäufigste Volkskrankheit und den Zusammenhang zwischen Depression sowie unbehandelter Schwerhörigkeit.

Ursachen und Risikofaktoren für Depression
Wie Depressionen genau entstehen, ist bisher nicht bekannt. Besonders Frauen und Menschen unter 70 Jahren haben ein höheres Risiko an Depression zu erkranken.

Diese Faktoren können die Krankheit begünstigen:

ein erblich bedingtes erhöhtes Risiko, weil die Erkrankung auch schon bei Familienmitgliedern häufiger aufgetreten ist.
belastende Erlebnisse, zum Beispiel Missbrauch oder Vernachlässigung, aber auch schmerzhafte Trennung oder der Tod eines geliebten Menschen.
chronische Angststörungen in der Kindheit und Jugend, verbunden mit mangelndem Selbstvertrauen und Unsicherheit.
unbehandelte Schwerhörigkeit: Oft nicht bekannt ist, dass es zu Depressionen kommen kann, wenn die Hörfähigkeit abnimmt.
biochemische Veränderungen: Man hat festgestellt, dass bei einer Depression der Stoffwechsel im Gehirn verändert ist und Nervenreize langsamer übertragen werden. Auch
bestimmte Botenstoffe und hormonelle Veränderungen können eine Rolle spielen.
körperliche Erkrankungen wie ein Schlaganfall, ein Herzinfarkt, eine Krebserkrankung oder eine Schilddrüsenunterfunktion.
belastende Lebensumstände: zum Beispiel anhaltender Stress, Überforderung oder Einsamkeit.
Lichtmangel: Manche Menschen reagieren auf den Mangel an Tageslicht in den dunklen Herbst- und Wintermonaten mit einer Depression.

Hörverlust kann zu Depressionen führen
Für Menschen mit Hörminderung, die keine Hörsysteme verwenden, ist es schwierig, mit anderen Menschen zu kommunizieren. In familiäre Situationen, in Gesellschaft oder in der Arbeit entstehen durch die unbehandelte Schwerhörigkeit oft Stress, Müdigkeit und dann, als Folge, sozialer Rückzug und Isolation. Letztere führen vermehrt zu Depressionen. Eine Studie des US-Amerikanischen National Institute on Deafness and Other Communication Disorders belegt einen starken Zusammenhang zwischen Hörverlust und Depressionen.
Nach der Selbsteinschätzung der Befragten litten nur 4,9 Prozent mit ausgezeichnetem Hörvermögen, 7,9 Prozent mit gutem Hörvermögen aber 11,4 Prozent mit einem mäßig bis stark geminderten Hörvermögen an einer Depression. Im Allgemeinen stieg die Häufigkeit von Depressionen mit dem Grad der Hörminderung, mit Ausnahme von Gehörlosen.
Die Forscher und Ärzte empfehlen, dass man bei Verdacht auf Schwerhörigkeit schnell handeln sollte und raten allen Betroffenen dazu, einen HNO-Arzt aufzusuchen und einen Hörtestdurchführen zu lassen. Eine erste, schnelle Überprüfung ist auch bei uns im Geschäft möglich. Der Hörtest ist kostenlos.

Typischen Merkmalen für eine Depression
Man unterscheidet zwischen diese Haupt- und Nebensymptomen.

Hauptsymptome sind:

– gedrückte Stimmung, Traurigkeit, Niedergeschlagenheit
– Desinteresse und Freudlosigkeit
-Antriebsmangel und schnelle Ermüdung, oft schon nach kleinen Anstrengungen

Nebensymptome sind:

– Appetitlosigkeit
– Schlafstörungen
– Konzentrations- und Entscheidungsstörungen
– geringes Selbstwertgefühl, Schuldgefühle
– negative und pessimistische Zukunftsgedanken
– Selbsttötungsgedanken oder -versuche

Überlassen Sie Depressive nicht ihrem Schicksal
Die Depression wird in der breiten Öffentlichkeit vor allem als psychische Reaktion auf widrige Lebensumstände angesehen und weniger als Erkrankung im medizinischen Sinne, die jeden treffen kann und Betroffene ärztliche Hilfe benötigen. Viele halten irrtümlich auch Charakterschwäche für eine Ursache. Schokolade essen und Urlaub helfen nur sehr bedingt gegen Depressionen. Viele Betroffene erkranken so schwer depressiv, dass sie von sich aus nicht mehr die Kraft aufbringen, um Hilfe zu suchen.
Dann ist es sehr wichtig, dass Angehörige ihre Unterstützung anbieten. Suchen Sie gemeinsam mit dem Patienten einen Arzt auf, der eine gründliche Untersuchung durchführt und auch verschiedene körperliche Ursachen, wie eine unbehandelte Schwerhörigkeit, überprüft. Für Menschen mit einem erhöhten Risiko für wiederholte Depressionen kommt eine schützende Langzeitbehandlung mit Medikamenten infrage, um Rückfälle zu vermeiden. Anderen hilft eine längere ambulante Psychotherapie.

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Hören Sie noch alle Geräusche und Gespräche?

Abwarten und zögern bei Schwerhörigkeit schadet.

Noch immer zögern Menschen, die mit einer Schwerhörigkeit leben, ihre Versorgung mit Hörgeräten hinaus. Das erhöht das Risiko von Folgeerkrankungen, verschlechtert ihr Hörvermögen und verlangt viel Rücksichtnahme und Geduld von Mitmenschen.

Weltweit tragen drei Milliarden Menschen eine Brille – täglich und in allen Lebenssituationen. Aber viele Menschen mit Hörminderung verdrängen ihren zunehmenden Hörverlust. Eine Sackgasse, denn wird eine Hörminderung über einen langen Zeitraum nicht versorgt, verlernt das Gehirn das Sprachverstehen.

Der Mythos vom Stigma
Eine Hörminderung ist für manche Betroffene nach wie vor ein Tabuthema. Schwerhörige fürchten sich vor Stigmatisierung und bemühen sich, ihre Höreinschränkung zu verbergen. Sie ziehen sich zurück und verzichten teilweise ganz auf Gesellschaft und Kommunikation. Die Folgen können fatal sein und erhöhen das Risiko an Depression oder Demenz zu erkranken, da das Gehirn bei einem Hörverlust durch die verminderte Wahrnehmung nicht mehr trainiert wird.
Zudem zeigen internationale Studien, dass es ein Stigma für Hörgeräteträger längst nicht mehr gibt. In allen untersuchten Ländern klagen mehrheitlich nur jene Schwerhörigen über Stigmatisierung, die ihre Hörminderung nicht durch Hörgeräte ausgleichen.
Träger von Hörgeräten geben nach einer Eurotrack-Studie zu 65 Prozent an, dass es besser gewesen wäre, die Hörgeräte bereits frühzeitiger zu bekommen, weil sie ihr soziales Leben, ihre physische und psychische Gesundheit und die Arbeitsperformance verbessern.

Zögern Sie nicht lange und machen Sie den ersten Schritt!
Je frühzeitiger Menschen, die mit einer Schwerhörigkeit leben, ihre Hörminderung erkennen und sich für Hörgeräte entscheiden, desto besser. Oft vergehen aber mehrere Jahre, bis Schwerhörige ihr Gehör beim HNO-Arzt oder Hörakustiker überprüfen lassen. Studien zeigen, dass die Betroffenen in Deutschland vom anfänglichen Hörverlust bis zum ersten Hörgerät im Durchschnitt etwa sieben Jahre warten. In dieser Zeit der unversorgten Schwerhörigkeit hat ihr Gehirn mitunter verlernt, akustische Impulse zu filtern und zu verarbeiten.
Mit den Hörgeräten bricht dann plötzlich eine Flut von Klängen und Tönen über sie herein, die sie lange Zeit nicht hören konnten. Der Hörakustiker stellt die Hörgeräte so ein, dass die neu wahrgenommen Geräusche in den unterschiedlichen Alltagssituationen möglichst angenehm sind. Diese Einstellungen können auch per Fernanpassung zu Hause über ein Smartphone oder den Computer erfolgen.

Symptome für eine Schwerhörigkeit frühzeitig erkennen
Wenn sich der Gehörsinn verschlechtert, passiert dies häufig schleichend. Ist der Hörverlust schon weiter vorangeschritten, leidet vor allem die Kommunikation. Menschen, die mit einer unversorgten Schwerhörigkeit keine Hörgeräte nutzen, erkennen Sie daran, dass sie:

– konzentriert auf Ihr Gesicht und Ihre Lippen schauen
– sich näher an Sie heranstellen
– häufig nachfragen, was gesagt wurde
– eventuell die Hand hinter das Ohr legen, um besser zu hören
– falsch antworten, weil etwas falsch verstanden wurde
– scheinbar unlogisch reagieren
– auf ein Ansprechen von der Seite oder von hinten nicht reagieren
– das Telefon oder die Türklingel überhören
– Fernseher und Radio immer lauter drehen

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Studie belegt: Männer hören nicht zu

Ein schlechtes Gehör kann viele Ursachen haben

Eine britische Studie belegt – was viele Frauen sicherlich schon immer vermutet haben – Männer hören einfach nicht zu. Die Ursachen dafür sind vielschichtig. Schlecht hören kann jedoch auch durchaus an einem schlechten Gehör liegen. Wir klären auf!

In diesem Beitrag lesen Sie:

– Studie: Männer hören nicht zu – Frau aber auch nicht
– Schlecht hören kann vielschichtige Ursachen haben
– Tipps, um einer Schwerhörigkeit frühzeitig entgegenzuwirken

Haben Männer öfter ein schlechtes Gehör? Eine Studie des britischen Optikers und Hörgerätehersteller Scrivens belegt, Männer hören einfach nicht zu. So gaben die befragten Frauen an, dass ihr Partner sie 388 Mal im Jahr ignoriert und unter einem selektiven Hörproblem leidet. Aber auch Frauen sollten sich nicht zurücklehnen. Denn auch die männlichen Umfrageteilnehmer sind der Meinung, dass ihre Partnerinnen schlecht hören – und zwar 339 Mal im Jahr. An der Studie des britischen Optiker und Hörgerätehersteller Scrivens nahmen 2.000 Menschen teil.

Was ist das selektive Gehör?
Das selektive Gehör ist auch bekannt als Cocktailparty-Effekt. Das ist die Fähigkeit unseres Gehörs in einer geräuschvollen Umgebung mit vielen Stimmen – wie dies bei einer Party der Fall ist – einer bestimmten Unterhaltung folgen zu können.
Diese Fähigkeit besitzen wir allerdings nicht von Geburt an. Mit einem schlechten Gehör hat das jedoch nichts zu tun. Vielmehr haben Kinder große Probleme, einem Gespräch in einer Umgebung mit vielen Hintergrundgeräuschen zu folgen. Im Alter von sechs bis neun Jahren ist das selektive Hören längst noch nicht voll entwickelt. Das bestätigt eine Studie, bei der Forscher 20 Probanden jeder Altersklasse mit Cocktail-Party-Situationen konfrontiert haben. Während das Gehirn bei Erwachsenen in der Lage war, einem Geschichtenerzähler in einer geräuschvollen Umgebung zu folgen, hatten Kinder damit große Probleme. Je lauter die Hintergrundgeräusche wurde, umso schlechter hörten die Heranwachsenden. Während sich bei Kindern und Jugendlichen der Cocktailparty-Effekt erst noch entwickeln muss, kann ein selektives Gehör bei Erwachsenen durchaus ein Anzeichen für eine Hörminderung sein.
Insgesamt glauben etwa drei Viertel aller befragten Frauen und Männer, dass ihr Partner grundsätzlich ein selektives Gehör hat. Insbesondere dann, wenn es um alltägliche Dinge wie das Abholen der Kinder, das Rausbringen das Abfalls, Betten machen oder das Ausräumen der Spülmaschine geht, ist schlecht hören bei Männern und Frauen ziemlich angesagt. Aber auch die vergessene Theater- oder Kinoverabredung oder das Nichtauftauchen beim Italiener kann durchaus mit einem selektiven Gehör in Zusammenhang stehen.

Warum schlecht hören nicht immer absichtlich ist
Schlecht hören kann allerdings sehr vielschichtige Ursachen haben. So gab ein Drittel der Umfrageteilnehmer an, dass sie schon einmal den Eindruck hatten, dass ihr Lebensgefährte von den Lippen abgelesen hat. Und jeder zweite ist sich sogar ziemlich sicher, dass der Partner leise vor sich hinmurmelt. Genau diese Verhaltensweise kann durchaus ein Anzeichen für ein schlechtes Gehör sein. Denn in Wirklichkeit redet das Gegenüber klar und deutlich, aber man selbst hört einfach nur nicht mehr gut und empfindet deshalb, dass der Partner nuschelt

Welche Folgen ein schlechtes Gehör haben kann
Die Folgen können weitreichend sein: Mit einem schlechten Gehör einhergehen oftmals nicht nur viele Missverständnisse, die sich in der Regel ziemlich negativ auf eine Beziehung auswirken. Eine unbehandelte Schwerhörigkeit kann zu Isolation und Depressionen führen. Die Ursachen für ein schlechtes Gehör können sehr unterschiedlich sein. Neben der Dauerbelastung durch Lärm, Vererbung und Infektionen können auch Medikamente, Alkohol oder Rauchen zu einem schlechten Gehör führen, genauso wie auch ein altersbedingtes Nachlassen des Gehörs. Das alles passiert meist eine ganze Zeitlang unbemerkt, weil ein Hörverlust in den häufigsten Fällen schleichend auftritt. Daher werden viele Auswirkungen einer Schwerhörigkeit oft erst sehr spät in den richtigen Zusammenhang gebracht.

Wie sich ein schlechtes Gehör frühzeitig erkennen lässt
Es gibt einige Anzeichen, die auf ein schlechtes Gehör hindeuten. Neben einem auffällig selektiven Gehör kann dies beispielsweise der Fall sein, wenn der Fernseher sehr laut ist, das Klingeln des Telefons überhört wird oder wenn Sie sich abends oft sehr müde und gestresst fühlen. Aber auch Ohrengeräusche können ein erstes Anzeichen für ein schlechtes Gehör sein. Sollten Sie bei sich oder Personen in Ihrem engen Umfeld solche Symptome bemerken, ist es ratsam einen HNO-Arzt oder Hörakustiker aufzusuchen. Dieser kann anhand eines Hörtests feststellen, ob Sie unter einer Schwerhörigkeit leiden.
Heutzutage gibt es längst moderner Hörgeräte die dafür sorgen, dass Sie wieder gut hören – und ihren Partner auch gut verstehen. Denn moderne Hörsysteme bieten ein – auf jede individuellen Situation – angepasstes Hörerlebnis. Zudem steigern sie durch eine Vielzahl technischer Finessen die Freude an der Kommunikation mit anderen Menschen, an Freizeitaktivitäten, Film- und Musikgenuss und tragen auf diese Weise zu einer höheren Lebensqualität bei. Und sehr wichtig: eine optimale Versorgung und das regelmäßige Tragen der Hörgeräte beugen zahlreichen gesundheitlichen Folgen vor, die mit einem schlechten Gehör einhergehen.

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Der Cocktailparty-Effekt

Der Cocktailparty-Effekt – Wie funktioniert selektives Hören?

Selektives Hören ermöglicht es uns, auf ein bestimmtes Gespräch zu fokussieren und auch in lauterer Umgebung den Gesprächspartner zu verstehen. Was beeinflusst diesen sogenannten Cocktailparty-Effekt?

Lesen Sie in diesem Blog-Beitrag:
– Was ist der Cocktailparty-Effekt?
– Warum nimmt das selektive Hören mit zunehmendem Alter ab und was kann man tun, wenn die Stimmen verschwimmen?
– Hyperakusis – eine Geräuschüberempfindlichkeit mit gravierenden Folgen

Was ist der Cocktailparty-Effekt?

Kennen Sie diesen Effekt? Sie befinden sich auf einer Veranstaltung mit mehreren Leuten. Viele verschiedene Stimmen verschwimmen in einem Klangteppich aus dem Sie keine einzelne Stimme heraushören. Doch dann hören Sie plötzlich Ihren Namen. Ab diesen Zeitpunkt verstummt die Geräuschkulisse. Sie hören nur noch den Gesprächspartner, der Ihre Aufmerksamkeit mit der Nennung Ihres Namens auf sich gezogen hat.
Diese Fähigkeit beziehungsweise dieses akustische Phänomen nennt man selektives Hören oder Cocktailparty-Effekt. Der Cocktailparty-Effekt tritt auf, wenn man aus mehreren verschiedenen Geräuschquellen heraus einem bestimmten Sprecher zuhören möchte.
Durch unser Gehirn sind wir grundsätzlich in der Lage, für uns unwichtige und wichtige Geräusche voneinander zu differenzieren. Dafür werden sie unbewusst in unserem Gehirn gefiltert und emotional bewertet. So ist es beispielsweise möglich, einem Gespräch zu folgen, während um uns herum viele weitere Gespräche stattfinden und das Klirren von Gläsern zu vernehmen ist.

Einschränkungen beim selektiven Hören
Doch nicht jeder Mensch ist in der Lage, uneingeschränkt selektiv zu hören. Vor allem mit zunehmendem Alter gibt es viele Menschen, denen dies schwerfällt. Denn im Alter nimmt die Fähigkeit des selektiven Hörens ab. Wie schnell dies geht, ist von Person zu Person unterschiedlich. So können bereits Menschen ab 50 Jahren Schwierigkeiten haben, Geräusche zu filtern, während der ein oder andere 75-Jährige dies noch gut kann.
Aber auch Menschen mit einer Hörschwäche haben oft Probleme, Geräuschkulissen während eines Gesprächs auszublenden. Denn für das selektive Hören wird ein voll funktionales Gehör benötigt und zwar auf beiden Ohren. Der Cocktailparty-Effekt ist nämlich ein binauraler Effekt, er tritt nur bei beidohrigem Hören auf. Menschen, die nur über ein funktionsfähiges Ohr verfügen oder auf Hörgeräte angewiesen sind, werden deshalb wesentlich stärker von Störgeräuschen beeinträchtigt als Menschen, die mit beiden Ohren gleichmäßig gut hören.

Allerdings gibt es eine Möglichkeit das selektive Hören zu einem gewissen Grad wieder herzustellen. Die Fähigkeit des Gehirn Geräusch von wichtig und unwichtigen zu trennen kann trainiert werden. Dies können wir über unser Sentibo-Hörtraining durchführen. Wenn Sie dazu mehr Informationen haben möchten, melden Sie sich gerne zur kostenlosen Beratung bei uns.

Menschen ohne selektives Hören
Darüber hinaus gibt es auch Menschen, die unabhängig von den bereits aufgezählten Einschränkungen das Wahrgenommene nicht filtern können. Diese Menschen leiden unter Hyperakusis, einer besonderen Form von Geräuschüberempfindlichkeit. Sie beruht auf einer Störung bei der Bewertung und Verarbeitung der wahrgenommenen Töne.
Anders als im Normalfall blendet hier das Gehirn die Störgeräusche nicht aus, sondern stellt diese zusätzlich in den Fokus der Wahrnehmung. Dies führt dazu, dass diese als viel zu laut wahrgenommen werden. Neben der verminderten Fähigkeit Geräusche zu tolerieren, erzeugt Hyperakusis Ängste und Aggressionen, die auf Dauer dafür sorgen, dass die Betroffenen sich in ihren sozialen Kontakten stark einschränken.
Wenn Sie sich in dieser Beschreibung wieder erkennen, sollten Sie Ihren HNO-Arzt aufsuchen, um die Ursachen für die Geräuschempfindlichkeit und den daraus resultierenden Hörstress festzustellen. Diese können vielseitig sein und auf weitere Probleme hinweisen. So können unter anderen ein Knalltrauma, ein Hörsturz, Tinnitus oder Misophonie die Verursacher sein. Ein erster Schritt zur Diagnose ist ein umfassender Hörtest.
Unter Misophonie versteht man eine weitere Störung der selektiven Wahrnehmung. Bei dieser ist die emotionale Bewertung falsch. Also Geräusche werden nicht wie bei der Hyperakusis als zu laut empfunden, sondern sind grundlos mit negativen Empfindungen behaftet und lösen beispielsweise Unwohlsein und Missfallen aus. Es sind in der Regel Symptome, die bei einem bestimmten Geräusch mit einem spezifischen Muster und einer spezifischen Bedeutung auftreten. Die physischen Merkmale des Geräuschs spielen dabei keine Rolle.

Selektives Hören verbessern
Allgemein lässt sich sagen, dass eine Einschränkung oder Störung des selektiven Hörens einiges an Stress für den Körper bedeutet, sei es emotionaler oder auch Hörstress. Aber es gibt in den meisten Fällen die Möglichkeit, die Einschränkungen zu mindern und das selektive Hören wieder zu verbessern, zum Beispiel durch bestimmte Hörgeräte, Trainings oder Therapien. Wie bei allen Hörschwächen gilt auch hierbei, desto früher der Schritt zum HNO-Arzt oder Hörakustiker gemacht wird, desto besser. Sollten Sie also Probleme haben einem Gespräch in einer geräuschreichen Umgebung zu folgen oder eine solche Unterhaltung als anstrengend empfinden, dann suchen Sie einen HNO-Arzt oder Hörakustiker auf und klären dort ab, wie Sie das selektive Hören und damit ein wertvolle Stück Ihrer Lebensqualität wieder zurückerlangen können.

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Hörschädigung durch Arzneimitteln

Hörschädigung durch Arzneimitteln

Lesen Sie immer die Beipackzettel der Medikamente, die Sie verschrieben bekommen? Als mögliche Nebenwirkung wird häufig auch die „Schädigung des Gehörs“ aufgeführt. Warum das so ist, erläutert folgender Artikel.

„Schädigungen des Gehörs sind möglich“ – dieser Hinweis ist des Öfteren im Beipackzettel von Arzneimitteln zu finden. Nur die wenigsten Patienten lesen das Kleingedruckte und bringen ihre Schwerhörigkeit mit Arzneimitteln in Verbindung. Aber auch Ärzte denken nicht immer daran den Grund für eine Hörschädigung bei einem Arzneimittel zu suchen. Diese unerwünschte Begleiterscheinung wird als „ototoxisch“ bezeichnet.

Ungewünschte Nebenwirkungen
Forscher der Oregon Health and Science University School of Medicine in den USA haben herausgefunden, dass die Verwendung von Aminoglykosid-Antibiotika ein großes Risiko für Patienten mit bakteriellen Entzündungen darstellt. Medikamente mit dieser Zusammensetzung werden zur Behandlung von Meningitis, Bakteriämie, Atemwegserkrankungen bei zystischer Fibrose und bei Frühgeborenen mit Infektionen eingesetzt. Seit langem ist bekannt, dass bestimmte Antibiotika toxische Nebenwirkungen auf das Hör- und Gleichgewichtsorgan haben können. Bei schweren Infektionen ist Antibiotika mit diesem Wirkstoff jedoch häufig die erste Wahl. Die später entwickelten Antibiotika dieser Gruppe sind zwar weniger otoxisch, können aber bei hoher Dosierung ebenfalls innenohrschädigend sein. Außerdem können beispielsweise bei Chemotherapien eingesetzte Platinpräparate, sowie in der AIDS-Therapie verabreichte Nucleosidanaloga oder das als Antimalariamittel verordnete Chinin eine Schwerhörigkeit auslösen. Bei Frauen mit einer Versteifung des Steigbügels am Übergang zum Innenohr (Otosklerose) kann die Einnahmen von hormoneller Verhütungsmittel bereits zu einer Schwerhörigkeit führen. Auch wenn die Otosklerose längst nicht mehr akut ist, sollte die Patientin auf die Einnahme der Anti-Baby-Pille verzichten. Unter Otosklerose leiden rund ein Prozent der Frauen.

Angriffspunkt: Innenohr
Die Ausprägung der Ototoxizität von Arzneimitteln schwankt zwischen wenig bemerkbaren Einschränkungen und komplettem Hörverlust. Während einige Schäden reversibel sind, führt die Wirkung anderer Medikamente zur dauerhaften Schädigung des Gehörs und folglich auch zum Verlust des Gleichgewichtssinns.
Angriffspunkt der Wirkstoffe sind die Haarzellen der Hörschnecke im Innenohr. Die Medikamente können diese Sinneshaarzellen, welche für das Weiterleiten von Geräuschen verantwortlich sind, schädigen. Von ihnen gehen Nervenfasern aus, die sich zum Hörnerv vereinigen und ins Gehirn führen. Die Abläufe, die zur Schädigung des Innenohres führen sind vielfältig und noch nicht alle bis ins Detail geklärt.

Studie: Risiko von Hörverlust durch Schmerzmittel
Eine besondere Gefahr des Gehörverlustes stellen Schmerzmittel dar. Vor allem Männer unter 60 zählen zu der Risikogruppe. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie unter der Leitung von Harvard-Wissenschaftlern. Die Forscher analysierten Daten von 26 000 Männern, die sie in einer groß angelegten Studie 18 Jahre lang alle zwei Jahre zu ihrer Gesundheit befragt hatten. Am größten war die Gefahr für das Gehör bei unter 50-Jährigen, die regelmäßig Paracetamol einnahmen: 99 Prozent höher als bei Gelegenheitsnutzern.
Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol und Ibuprofen sind die häufigsten frei verkäuflichen Wirkstoffe gegen Schmerzen. Von ASS war schon länger bekannt, das es in hoher Dosierung das Innenohr schädigt und Tinnitus auslösen kann. In geringen Mengen jedoch verbessert es die Fließfähigkeit des Blutes und wird deswegen für die Therapie von Hörsturz und Tinnitus eingesetzt, die in einigen Fällen – so vermuten Experten – Folge von Durchblutungsstörungen sind.

Fazit
Ein Hörverlust durch den Einfluss einer ototoxischen Substanz bleibt häufig unerkannt. Es ist daher sinnvoll, während oder nach einer Behandlung mit ototoxischen Medikamenten regelmäßige Hörtests durchführen zu lassen.
Bei Kindern können auch schon kleinere Dosen zu irreparablen Hörschäden führen. Besonders Patienten, die bereits unter Hörstörungen leiden, sollten bei der Verordnung von neuen Arzneimitteln den Beipackzettel aufmerksam lesen und den Arzt oder Apotheker gezielt darauf ansprechen.

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Beethovens Schwerhörigkeit

Könnte der berühmte Komponist heute geheilt werden?

Ludwig van Beethoven, der vor 250 Jahren geboren wurde, litt bereits als 28-jähriger an Schwerhörigkeit und Tinnitus. Durch seine fortschreitende Schwerhörigkeit vereinsamte er. Wie hätte ihm die heutige Medizin helfen können?
Bereits im Alter von 28 Jahren wurde Beethoven schwerhörig. Der Hörverlust war für den Musiker ein traumatischer Einschnitt. In einem Brief an seinen Freund Dr. Franz Gerhard Wegeler schilderte er seine Symptome: „Mein Gehör ist seit drei Jahren immer schwächer geworden… nur meine Ohren, die sausen und brausen Tag und Nacht fort… Ich bringe mein Leben elend zu …meide alle Gesellschaften, weil’s mir nicht möglich ist, den Leuten zu sagen, ich bin taub. Hätte ich irgendein anderes Fach, so ging’s noch eher, aber in meinem Fach ist es ein schrecklicher Zustand… Die hohen Töne von Instrumenten und Singstimmen höre ich nicht, wenn ich etwas weit weg bin, auch die Bläser im Orchester nicht. Manchmal auch höre ich den Redner, der leise spricht, wohl, aber die Worte nicht, und doch, sobald jemand schreit, ist es mir unausstehlich.“

Aus diesen Schilderungen können heutige Fachärzte erkennen, dass Beethoven an einer Schwerhörigkeit mit Hochtonverlust und Sprachverständlichkeitsverlust, einem Tinnitus, Verzerrungen (Recruitment) und Überempfindlichkeit für Schall – Hyperakusis – litt.

Viele Therapien gegen Beethovens Schwerhörigkeit, aber wenig Nutzen
In seiner Verzweiflung suchte Ludwig van Beethoven die besten Ärzte seiner Zeit auf. Doch sie konnten ihm nur sehr begrenzt helfen. Mandelöl-Ohrentropfen und Meerrettich-Baumwolle wurden angewandt sowie bestimmte Teesorten, aber auch so genannte Vesikatorien, die zu Blasen auf der Haut führten. Man hoffte, dass mit Verschwinden der Blasen auch die Krankheit vergehe. Schließlich wurden ihm lauwarme Donaubäder verschrieben, die ihm bei seinen Ohrgeräuschen etwas geholfen haben sollen. Johann Melzel, der Erfinder des Metronoms, versorgte Beethoven um 1814 mit einem Hörrohr, das etwas half.
Eine weitere Unterstützung war ein an seinem Flügel befestigter Holzstab, den Beethoven zwischen seine Zähne nahm. Auf diese Weise hatte er ein Vibrationsempfinden. Doch selbst diese kleinen Fortschritte wurden zunichte gemacht. Beethovens Schwerhörigkeit verschlimmerte sich zunehmend, er konnte nicht mehr als Pianist auftreten oder dirigieren. Ab 1818 waren Gespräche mit ihm nur noch schriftlich möglich. Zahlreiche Konversationshefte sind aus dieser Zeit erhalten.

Beethovens Vita
Beethoven wurde im Dezember 1770 in Bonn geboren. Auch sein Vater und sein Großvater waren Musiker. Schon früh lernte er Violine, Orgel und Klavier und gab bereits mit 12 Jahren Konzerte und brachte eigene Kompositionen heraus.
Nach seinem Umzug von Bonn nach Wien feierte er in der habsburgischen Metropole bald Erfolge als Klaviervirtuose. Zu seinen Stärken gehörte das freie Improvisieren. Nach dem Tod seiner Mutter übernahm er zurück in Bonn die Versorgung seiner beiden jüngeren Brüder und kümmerte sich um seinen alkoholabhängigen Vater. Später zog es ihn wieder nach Wien, wo er unter anderem Schüler von Antonio Salieri und Joseph Haydn war. Sein Gehörleiden setzte seiner Karriere als Pianist ein vorzeitiges Ende. Beethoven begann aber immer mehr zu komponieren.
Aus seinem umfangreichen Werk stechen insbesondere die neun Sinfonien und seine Klavierwerke hervor. Besonders bekannt sind „Für Elise” und die „Ode an die Freude” aus dem letzten Satz der Neunten Symphonie, die in einer abgeänderten Fassung zur Melodie der Europahymne wurde und auch während des Corona-Shutdowns oft abends gespielt wurde . Daneben schuf er unter anderem die Oper Fidelio und die „Missa solemnis“.
Ab dem Jahr 1812 begann sich Beethovens Lebenssituation deutlich zu verschlechtern. Neben einer unglücklichen Liebe plagten ihn materielle Sorgen und die Verschlimmerung seines Gehörleidens. Beethoven litt außerdem an Alkoholsucht, Leberzirrhose, Gelbsucht und anderen chronischen Krankheiten. Er starb am 26. März 1827 im Alter von 56 Jahren.

Trotz Hörverlust wieder gut hören können
Heute hätte die moderne Medizin Beethovens Schwerhörigkeit vermutlich nicht heilen, aber stark verbessern können. Mit modernen Hörgeräten hätte er seine Musik noch viele Jahre lang hören können. Später hätte man ihm möglicherweise ein Hörimplantat operativ ins Mittelohr eingesetzt. Durch Mikrovibrationen reizt es die inneren Hörsinneszellen, wenn die äußeren zerstört sind. Selbst wenn – wie bei Beethoven der Fall – ebenfalls die Hörnerven betroffen sind, gibt es heute Hilfe, nämlich in Form eines Hirnstammimplantats.
Das Implantat reizt das Gehirn direkt. Der Hörnerv wird so überbrückt. Cochlea-Implantat und Hirnstamm-Implantat ermöglichen in vielen Fällen eine gute Kommunikation. Nach einem Hörtraining können die Patienten insbesondere Sprache wieder gut verstehen und sogar telefonieren. Auch seine Musik hätte Beethoven mit einem Cochlea- oder Hirnstamm-Implantat vermutlich hören können, wenn auch nicht vollumfänglich. Seine tiefe Depression, soziale Isolation und seine Selbstmordgedanken wären damit vermutlich verschwunden.

Arten von Schwerhörigkeit
Fachärzte unterscheiden verschiedene Formen von Hörstörung, je nach Ursache der Schwerhörigkeit. Einerseits können mechanische Schäden vorliegen, die das Weiterleiten des akustischen Reizes behindern, wie bei der Schallleitungsschwerhörigkeit. Andererseits ist es möglich, dass das Innenohr und/oder der Hörnerv geschädigt sind, sodass die Informationen nicht an das Gehirn weitergeleitet werden, dann spricht man von einer Schallempfindungsschwerhörigkeit. Die häufigsten Hörstörungen sind:

Schallleitungsschwerhörigkeit
Bei einer Schallleitungsstörung wird der Schall entweder unvollständig oder stark abgeschwächt an das Innenohr weitergeleitet. Bei dieser Art der Hörstörung sind meist alle Frequenzen des Hörbereiches, also hohe wie tiefe Töne, gleichermaßen betroffen. Die Patienten nehmen ihre Umwelt deshalb wie „durch Watte“ wahr. Je nach Ursache kann eine Besserung beziehungsweise Heilung durch Medikamente erreicht werden. Bei einem mittelschweren Hörverlust werden Hörgeräte eingesetzt. In sehr schweren Fällen ist ein Knochenleitungsimplantat notwendig.

Schallempfindungsschwerhörigkeit
(Sensorineurale Schwerhörigkeit)
Anders als bei der Schallleitungsstörung liegt bei einer sensorineuralen Schwerhörigkeit ein Schaden im Innenohr vor.
Die Haarzellen sind geschädigt oder komplett zerstört und können den Schall nicht mehr in Nervenimpulse umwandeln. Das wirkt sich besonders negativ auf das Hören hoher Töne und das Sprachverständnis aus.
Mögliche Begleiterscheinungen sind Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindelgefühl sowie Tinnitus. Eine durch andauernde Lärmeinwirkung entwickelte Schallempfindungsschwerhörigkeit wird Lärmschwerhörigkeit genannt. Sie ist die häufigste Berufskrankheit in Deutschland. Da eine Schallempfindungsstörung medizinisch nicht behandelbar ist, empfehlen sich Hörgeräte, welche individuell vom Hörakustiker angepasst werden.

Schallwahrnehmungsschwerhörigkeit oder AVWS
Bei einer AVWS (Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung) handelt es sich um eine gestörte Weiterleitung der akustischen Informationen. Hier werden die eingehenden Tonsignale vom Ohr korrekt aufgenommen und vom Hörnerv weitergeleitet. Das Problem tritt erst im Gehirn auf, das die Signale nicht richtig identifizieren und wahrnehmen kann.
Aus diesem Grund haben Betroffene oft Probleme damit, Gehörtes zu verstehen und sich zu merken; auch Lesen und Schreiben sowie der Spracherwerb bereitet ihnen Schwierigkeiten.
Ursachen sind möglicherweise Hirnreifungsverzögerungen im Kleinkinderalter, Hirntraumata oder häufige Mittelohrentzündungen, Gehirnentzündung oder Schlaganfall. Eine AVWS gilt als nicht heilbar und wird mit einer Kombination aus logopädischer Therapie und dem Einsatz von Hörgeräten behandelt.

Altersschwerhörigkeit
Außerdem ist eine der häufigsten Formen des Hörverlustes die Altersschwerhörigkeit. Gemäß der oben genannten Einteilung handelt es sich um eine langsam fortschreitende Schallempfindungsschwerhörigkeit. Sie betrifft beide Ohren und zeigt sich typischerweise dadurch, dass zunächst hohe Töne schlechter gehört werden.
Bereits ab dem 30. bis 40. Lebensjahr büßen die meisten Menschen langsam ihr gutes Gehör ein. Jeder fünfte Erwachsene und die Mehrheit der 80-jährigen leiden in Deutschland unter Hörverlust. Eine häufige Nebenerscheinung der Altersschwerhörigkeit ist ein Tinnitus.

Wenn es Ihnen ähnlich wie dem berühmten Komponisten ergeht oder einige Symptome für Schwerhörigkeit auf Sie zutreffen, sollten Sie unbedingt einen Hörtest machen oder einen HNO-Arzt aufsuchen.

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Lockdown -> WIR BLEIBEN GEÖFFNET !

WIR BLEIBEN GEÖFFNET !

Ab dem 16.12.2020 wird es wieder einen bundesweiten Lockdown geben. Viele Geschäfte müssen schließen, unsere Branche ist systemrelevant, deshalb können wir Ihnen unsere Dienstleitungen weiterhin anbieten. Wir versuchen mit den verschärften Maßnahmen das Risiko einer Ansteckung zu verringern.

Hier unsere neuen Maßnahmen, die ab sofort gelten:

1. Bitte klingeln, dann lassen wir Sie rein
2. Es dürfen nur max. 3 Kunden gleichzeitig im Geschäft sein.
3. Betreten des Fachgeschäfts nur noch mit OP- oder FFP2-Masken !
4. Nach betreten des Fachgeschäft bitte die Hände desinfizieren. Desinfektionsmittel steht vor Ort bereit.
5. Den geforderten Abstand von min. 1,5 m zu allen Personen im Geschäft einhalten.
6. Aufs Händeschütteln verzichten.
7. Besuche des Fachgeschäft bitte vorher telefonisch absprechen.

Diese Maßnahmen gelten bis auf Widerruf.

Wir hoffen Sie kommen gesund durch diese Zeit.

Ein Lächeln hören

Was es bedeutet, im Alltag eine Maske zu tragen!

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie und der Einführung einer Maskenpflicht ist der Mund-Nasen-Schutz zu unserem stetigen Begleiter geworden. Neben dem Schutz, den er uns gibt, bedeutet er aber auch vor allem eins: schwierigere Verständigung. Besonders Schwerhörige und Hörgeräteträger sind betroffen.

Mimik: Der Schlüssel zur Kommunikation?
Masken verändern nicht nur, wie wir aussehen, sondern auch wie wir kommunizieren. Da unsere Mimik durch den Mund-Nasen-Schutz größtenteils verborgen wird, kann es uns schwerfallen, die Aussagen unseres Gesprächspartners richtig zu deuten – das hat die Universität Bamberg in einer Studie herausgefunden. Denn Mundbewegungen sind das wichtigste Signal in der menschlichen Kommunikation. Allein wegen seiner Größe ist der Mund sehr gut geeignet, um Emotionen zu vermitteln.

Vier Möglichkeiten, die „maskierte“ Mimik dennoch erfolgreich zu kompensieren, sind die Folgenden:

Fehlende Mimik mit Worten ersetzen
Freude vermittelt man durch ein herzliches Lächeln. Man kann seinem Gesprächspartner aber auch einfach sagen, dass man sich über etwas freut! Echte Freude schwingt in der Stimme mit, so wie Trauer, Unsicherheit und Wut es tun.

Auf die Augen achten
Im Blick seines Gegenübers lässt sich viel ablesen. Lächelt jemand, strahlen seine Augen. Aber auch ob er Augenkontakt hält oder nicht, sagt so einiges über ihn und die Weise, wie er das gemeinsame Gespräch wahrnimmt, aus. Auf diese Signale gilt es zu achten!

Nachfragen
Ist man trotz aller Signale unsicher, was die andere Person gemeint haben könnte, ist es keine Schande nachzufragen! Genauso, wenn man befürchtet, man könnte missverstanden worden sein. Fragt man nach, kann man sich Klarheit verschaffen und Missverständnisse aufklären.

Das Gesamtbild wahrnehmen
Zuletzt hilft es, sich auf das Gesamtbild seines Gegenübers zu konzentrieren. Denn auch wenn ein kleiner Teil seines Äußeren hinter einer Maske verschwindet, bleibt doch ein Großteil seiner Körpersprache sichtbar, die interpretiert werden kann. Lässt er die Schultern hängen? Steht er aufrecht und sicher da?
Der Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick sagte: „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ Denn wir senden und empfangen über unsere Körpersprache unzählige Signale, auch wenn wir das nicht beabsichtigen.

Schallschlucker Alltagsmaske
Natürlich darf auch die Stimme nicht außer Acht gelassen werden. 38 Prozent aller Signale, die wir Menschen aussenden, werden über Tonfall und Einsatz der Stimme (Modulation, Lautstärke etc.) transportiert. Nur 7 Prozent dessen, was wir kommunizieren möchten, teilen wir im Inhalt unserer Sätze mit!
Gerade der wichtige nicht-inhaltliche Anteil unserer sprachlichen Kommunikation wird durch das Tragen einer Maske verringert. Der Widerstand, den wir vor unserem Mund tragen und gegen den wir ansprechen müssen, schluckt die Schallwellen, die unsere verbalen Äußerungen erzeugen. Sie verteilen sich nicht mehr optimal und wir müssen im Umkehrschluss viel lauter, mit mehr Luft und deutlicher sprechen.

Aber was, wenn man nur eingeschränkt hört?

Beim Arztbesuch braucht man beides: Mimik und Akustik
Für ältere sowie hörgeschädigte Menschen stellt es eine Herausforderung dar, wenn Gesichtsausdrücke verborgen bleiben und das Lippenlesen nicht mehr möglich ist. Wird kein Mund-Nasen-Schutz getragen, sondern stattdessen auf eine Plexiglasscheibe als Alternative zurückgegriffen, tritt wiederum das Problem des geschluckten akustischen Schalls auf.
In beiden Fällen kann es zu Kommunikationsschwierigkeiten kommen.
Das kann insbesondere bei einem Besuch beim Arzt problematisch sein, wenn man versucht, sich mit diesem zu unterhalten. Um hörgeschädigten Menschen und Hörgeräteträgern entgegenzukommen, können Ärzte spezielle Masken mit sichtbarem Mundbereich nutzen. Die durchsichtige Folie lässt sich herausnehmen und der Stoff kochen beziehungsweise waschen.
Auch ein transparenter Gesichtsschutz, welcher die uneingeschränkte Sicht des Patienten auf den behandelnden Arzt erlaubt, kann in Sachen Mimik und Lippenlesen Abhilfe schaffen.
Ist das Problem aber eine schallschluckende Plexiglasscheibe an der Rezeption, kann die Installation eines Ringschleifenverstärkers eine mögliche Lösung sein. Dieses Gerät überträgt das Gesprochene entweder direkt auf die Hörgeräte des Patienten oder auf einen Hörer, der abgenommen wird, um den Sprecher besser zu verstehen.

Hörgeräteverlust vorbeugen – Maske richtig abnehmen!
Damit Hörgeräte beim An- und Ablegen eines Mund-Nasen-Schutzes nicht verloren gehen oder versehentlich beschädigt werden, ist Vorsicht geboten. Es gibt drei gängige Arten von Masken, die für (Hörgeräte- und Masken-) Träger unterschiedlich geeignet sind.
Die Maske mit Ohrschlaufen ist die vermutlich bekannteste Variante. Diese nimmt man ab, indem man die Bänder vorsichtig von den Ohren weg anhebt, sie nach hinten zieht und darauf achtet, dass sie nicht in Kontakt mit den Hörgeräten kommen. Dann zieht man die Bänder seitwärts und nach vorne hin ab.
Am besten kontrolliert man im Anschluss, ob die Hörgeräte noch richtig sitzen.
Eine weniger riskante Variante des Mund-Nasen-Schutzes stellt das Modell mit Bändern dar, welche nicht hinter den Ohren, sondern am Hinterkopf anliegen. Vorteil dabei ist, dass das obere Band individuell positioniert werden kann. Aber auch hier muss man beim Abnehmen darauf achten, dass keines der Bänder sich durch eine unbedachte Bewegung verhakt und versehentlich das Hörgerät mitreißt! Es gilt, diese stets beidhändig anzufassen, zur Seite und nach hinten zu ziehen und mit Abstand vom Kopf zu nehmen.
Die vielleicht geeignetste Alternative für Hörgeräteträger sind Masken mit Bindebändern. Sie können unter den Ohren, am Hinterkopf und am Nacken befestigt und einfach wieder gelöst werden.

Hörsystem doch verschwunden?
Ist ein Hörgerät doch versehentlich verloren gegangen, empfiehlt es sich, den Hörakustiker seines Vertrauens zu informieren und einige Tage abzuwarten. Möglicherweise ist das Hörgerät von einem Passanten gefunden und bei einem Akustiker in der Nähe abgegeben worden, sodass der Besitzer über die Seriennummer des Geräts ausfindig gemacht und kontaktiert werden kann.

Wenn der Mund-Nasen-Schutz hinter den Ohren schmerzt
Ob Hörgeräteträger oder nicht – wer länger eine Maske mit Ohrenschlaufen trägt, merkt, dass sie ganz schön drücken kann. Hat man dann auch noch eher trockene Haut, besteht die Gefahr, dass man sich diese aufreibt.
Natürlich sollte man, um Unbehagen vorzubeugen, direkt beim Kauf oder beim Nähen eines Mund-Nasen-Schutzes darauf achten, dass dieser angenehm sitzt. Fängt er trotzdem früher oder später an zu drücken, kann man ein Stückchen Taschentuch zwischen Schlaufe und Ohr stecken.
Eine geeignetere Alternative stellt aber ein Blasenpflaster dar! Die schmalen, gepolsterten, meist durchsichtigen Pflaster lassen sich hinter die Ohren kleben und die Gummibänder der Maske daraufsetzen. Das verringert die Reibung.
Eine weitere Möglichkeit, der Reibung vorzubeugen, sind spezielle Maskenkissen, die man über seine Ohren legen kann. Oder man nutzt Kunststoff-Ohrschoner: Die doppelseitigen Clips mit mehreren Hakenschlaufen eignen sich für verschiedene Kopfgrößen, werden hinter den Kopf geführt und mit den elastischen Bändern der Maske umwickelt.
Ist die Haut hinter den Ohren bereits gerötet, empfiehlt es sich, zu einer Maskenvariante zu wechseln, die möglichst nicht hinter den Ohren sitzt. In jedem Fall sollte man die gereizte Haut aber mehrmals täglich mit Feuchtigkeits- oder Wundcreme versorgen.
Täglich eine Maske aufsetzen zu müssen, war für viele Menschen eine schwierige Umgewöhnung. Verschiedene Maskentypen und ein stärkerer Fokus auf deutliche Aussprache und Lautstärke stellen aber gute Ansätze dar, um das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes so angenehm wie möglich zu gestalten und bestmöglich miteinander zu kommunizieren – auch als Hörgeräteträger!

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Gute Ohren schützen vor Stürzen!

Gute Ohren schützen vor Stürzen – Eine neue Studie beweist den Zusammenhang!

Unsere Ohren sind ein wichtiger Teil unseres Gleichgewichtssinnes. Ein gutes Gehör kann dabei helfen, sturzfrei durch die nasse Jahreszeit zu kommen.

Der Herbst ist da. Die Bäume entledigen sich ihrer Blätterlast, der Wind pfeift uns um die Ohren und ein leichter Nebelvorhang legt sich über die Landschaften. So schön das viele finden: Es führt auch dazu, dass Wege rutschig oder matschig werden. Mit schmerzhaften Folgen. Aber nicht nur während der Jahreszeit der Kastanien-Männchen und Kürbis-Fratzen gehören Stürze zu den häufigsten Unfällen in Deutschland. Mit zunehmendem Alter nimmt die Wahrscheinlichkeit von Stürzen zu. Sehschwäche oder nachlassende Muskelkraft sind nachvollziehbare und bekannte Ursachen – doch auch die Ohren spielen für unsere Koordination eine wichtige Rolle.

Wie gut hören wir uns in der Welt zurecht?

Forscher der Universitätsklinik Irvine gingen diesem möglichen Zusammenhang nach und kommen zu klaren Ergebnissen. Sie werteten die Antworten von repräsentativen Umfragen (National Health Interview Survey) aus den Jahren 2007-2015 mit insgesamt 232,2 Millionen Teilnehmern aus. Die Befragten gaben zunächst eine Selbsteinschätzung ihrer Hörfähigkeit ab. Daraufhin machten sie Angaben zu Unfällen in den Kategorien Verkehr, Arbeitsplatz und Freizeit. Unfallbedingte Verletzungen traten bei 2,8 Prozent aller Studienteilnehmer auf. Bei den Befragten, die ihr Gehör als wenig, moderat bis stark beeinträchtigt bezeichneten, stieg die Unfallhäufigkeit auf 4-5 Prozent. Vor allem arbeits- und freizeitbezogene Verletzungen wurden häufig genannt.

Das Gehör – die Wasserwaage unseres Körpers

Unser Gehör hat große Auswirkungen auf unseren Gleichgewichtssinn – denn dieser befindet sich im Innenohr. Grob gesagt, sind die Ohren unsere innere Wasserwaage. Weshalb die Ursache von Schwindelanfällen oder einem nicht ganz so sicheren Tritt in unseren Ohren liegen kann. Damit ist die altersbedingte Hörminderung mitverantwortlich für die erhöhte Sturzgefahr im höheren Alter. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass eine rechtzeitige Behandlung des eingeschränkten Hörens auch eine wichtige Maßnahme darstellt, um Unfälle zu vermeiden.

Gehör schützen, Hörminderung vorbeugen, Stürze vermeiden

An sich ist der Herbst ja eine schöne Jahreszeit. Die vom Blätterregen bunt gefärbten Landschaftsbilder und das Rascheln des Laubes im Wald locken zum Spaziergang nach draußen. Mit festem Schuhwerk ist man auch für den vom Blätterteppich überzogenen Spazierweg gut gewappnet – und einem funktionierenden Gehör.
Lassen Sie regelmäßig Ihren Hörsinn testen. Dies können Sie bei Ihrem HNO-Arzt tun oder vereinbaren Sie einen Termin bei uns für einen Hörtest. Klicken Sie hier -> Zur Seite »

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Wie schützen wir unser Gehirn vor Demenz?

Schwerhörigkeit erhöht das Risiko, an Demenz zu erkranken.

Mehr als anderthalb Millionen Menschen in Deutschland leiden an Demenz – bislang ohne Heilungschance. Schwerhörigkeit erhöht das Risiko, an Alzheimer zu erkranken. Wir zeigen auf, wie Sie Ihr Gehirn vor Demenz schützen können.

Auf einen Blick

– Jeder dritte Mensch über 65 Jahren leidet an einer Schwerhörigkeit
– Menschen zwischen 45 und 64 Jahren mit Schwerhörigkeit haben ein höheres Demenzrisiko
– Wer eine Schwerhörigkeit frühzeitig erkennt, kann Folgeerkrankungen vermeiden
– Hörgeräte vermindern das Risiko, an Demenz zu erkranken. Wir zeigen auf, wie Sie Ihr Gehirn vor Demenz schützen können.

„Jeder dritte Mensch über 65 Jahren leidet an einer Schwerhörigkeit und es gibt handfeste Belege dafür, dass das Demenzrisiko bei diesen Menschen deutlich höher ist. Wir wissen mittlerweile auch, dass der Einsatz von Hörhilfen eine günstige, wirksame Methode sein kann, um die geistigen Fähigkeiten zu verbessern und eventuell auch das Demenzrisiko zu senken. Diese bedeutsame, unerwartete Erkenntnis eröffnet neue Möglichkeiten, effektiv gegen diese verheerende Erkrankung vorzugehen“, erklärte Prof. Robert Perneczky auf dem ResDem-Kongress in München.

Eine neue Studie aus Taiwan mit Gesundheitsdaten von rund 16.000 Menschen zeigt, dass insbesondere Menschen mit einer Schwerhörigkeit, die zwischen 45 und 64 Jahren alt sind, ein höheres Demenzrisiko haben als Gleichaltrige ohne Hörschwierigkeiten. „In der Liste der neuen Risikofaktoren ist Schwerhörigkeit im mittleren Lebensalter der wichtigste Faktor”, berichtet Perneczky.

Wie entsteht Demenz eigentlich?

Demenz ist eine anhaltende oder fortschreitende Beeinträchtigung des Gedächtnisses, des Denkens oder anderer Hirnleistungen. Die Ursachen dafür können unterschiedlich sein.

Die Entstehung wird durch ein Zusammenspiel der Gene und der Lebensumstände beeinflusst. Neben einer Schwerhörigkeit sind die Schulbildung, Umstände wie defekte Gefäße, die das Gehirn schädigen, Bluthochdruck oder Depressionen mögliche Auslöser. Aber auch unsere Lebensgewohnheiten wie Rauchen, starker Alkoholkonsum, Übergewicht, Bewegungsmangel und wenig Kommunikation wirken auf eine Demenz ein.

Schätzungen zufolge ist die Alzheimer-Krankheit mit einem Anteil von zirka 60 bis 65 Prozent die häufigste irreversible Demenzform. Mit etwa 20 bis 30 Prozent folgen die gefäßbedingten Demenzen. Bei etwa 20 bis 30 Prozent liegt eine Kombination beider Erkrankungen vor. Andere Demenzformen finden sich nur bei 5 bis 15 Prozent der Erkrankten.

Was hat Hören denn mit dem Gedächtnis zu tun?

Das Gedächtnis braucht stetige Stimulation, es muss also „arbeiten“, damit die geistige Leistungsfähigkeit erhalten bleibt. Leiden Menschen unter einer Schwerhörigkeit, ziehen sie sich oftmals aus ihrem Sozialleben zurück. Sie sind viel allein und ihr Gehirn bekommt so weniger Impulse. Dadurch werden die Denkprozesse langsamer. Das Gehirn wird weniger trainiert, die Betroffenen sind geistig immer weniger fit.

„Es gibt noch einen zweiten Zusammenhang“, weiß Prof. Perneczky. „Wenn man sich während des mittleren Lebensalters sehr auf Hören konzentrieren muss, muss das Gehirn einen höheren Aufwand betreiben, um zu hören. Es hat dann keine Reserve mehr, um sich Sachen zu merken.“

Löst Schwerhörigkeit Demenz aus?

Dass eine Schwerhörigkeit im mittleren Alter eine Art Vorbote für eine spätere Demenz sei, weist Perneczky aber zurück. Ein Risikofaktor sei es jedoch schon. „Schwerhörigkeit löst Demenz nicht aus, sondern reduziert die Widerstandsfähigkeit dagegen“, erklärt der Professor. „Alzheimer schreitet sehr langsam voran. Mit 40 beginnen Eiweiße, sich im Gehirn abzulagern. Gegen den Eiweißmüll versucht sich das Gehirn zu wehren. Aber wer schlecht hört, braucht die Reserven seines Gehirns auf. Das Hirn brennt schneller aus. So wird man anfälliger für Demenz.“

Wie kann man sich vor Schwerhörigkeit schützen?

Die Ursachen einer Schwerhörigkeit sind vielfältig. Als einer der größten Risikofaktoren gilt Lärm. Daher sollten wir – insbesondere in jungen Jahren – hohe Lärmeinwirkungen auf unser Gehör vermeiden. Laute Konzerte oder laute Musik über Kopfhörer sind sehr schädlich für unsere Ohren.

Daraus entstehe oft eine Schwerhörigkeit, weil auf die Dauer bestimmte Frequenzen ausfallen, so Perneczky. Übrigens: Ohrstöpsel und Gehörschutz sind die beste Art, um das Gehör vor Lärm zu schützen. Seine Ohren diesem Lärm erst gar nicht auszusetzen, ist natürlich die allerbeste Alternative.

Wie kann ich das Risiko einer Demenz-Erkrankung vermindern?
Es gibt eine Reihe von Faktoren, die bei der Vorbeugung von Demenz eine entscheidende Rolle spielen: Neben einer ausgewogenen Ernährung und regelmäßiger Bewegung gehören dazu auch Schule, Ausbildung, Beruf und Hobbys nachzugehen sowie Kontakt zu anderen Menschen zu pflegen. Denn wer in Beruf und Freizeit geistig rege ist, gibt seinem Gehirn immer wieder Reize und Anstöße, um leistungsfähig zu werden und auch zu bleiben.

Tipps für geistige Fitness

1. Musizieren fordert Konzentration und körperliche Koordination
2. Tanzen regt das Denken und das Gefühl an und bewegt den Körper
3. Erlernen einer neuen Fremdsprache beansprucht das Gehirn stark
4. Lesen sorgt dafür, dass wir uns konzentrieren und uns Details merken
5. Fotografieren wie Profis
6. Schöpferische Tätigkeiten wie Stricken eines Kleidungsstücks mit einem komplizierten Muster
7. Routinefähigkeiten wie Duschen, Zähneputzen, Anziehen und Frühstücken in veränderter Reihenfolge durchführen oder neue Wege zum Supermarkt gehen
8. Kreuzworträtsel lösen oder Gedächtnisspiele machen

Tipps um soziale Kontakte wiederzu beleben

1. An kulturellen Programmen im Wohnort teilnehmen
2. Kurse an der Volkshochschule belegen
3. Gruppenreisen machen und neue Orte und Länder entdecken
4. Gemeinsame Theater-, Konzert- oder Museumsbesuche oder an einem Kochkurs teilnehmen
5. Ein Ehrenamt im Sportverein oder in der Gemeinde annehmen

Genau diese Aktivitäten setzen ein gutes Hören voraus. Denn Menschen, die schlecht hören, ziehen sich oftmals zurück, sie sind weniger sozial aktiv, reden nicht viel mit anderen Menschen und sie musizieren auch nicht. Daher verringern Hörgeräte das Risiko einer Demenz-Erkrankung deutlich, denn die Nutzung von Hörhilfen erhöht die geistigen Fähigkeiten. Untersuchungen zeigen: Schwerhörige Menschen, die Hörgeräte tragen, haben das gleiche kognitive Niveau wie Menschen, die nicht unter einer Schwerhörigkeit leiden.

Allerdings sind hierzulande viele Schwerhörigkeiten unbehandelt: „Etwa 14 Millionen Menschen in Deutschland sind hörbeeinträchtigt. Davon wäre für rund die Hälfte, also sieben Millionen, ein Hörsystem indiziert. Derzeit sind aber davon nur die Hälfte mit Hörsystemen versorgt“, erklärt Dr. Norbert Böttgers, Vizepräsident des Deutschen Schwerhörigen Bund.

Das liege auch daran, dass sich einige Betroffene immer noch schämen, Hörgeräte zu tragen und deshalb schrittweise auf Hör- und Lebensqualität verzichten. Grund ist meist eine veraltete Vorstellung über das Image und die Leistungsfähigkeit von Hörgeräten. Eine Beratung bei Ihrem HNO-Arzt oder einem Hörakustiker in Ihrer Nähe zeigt Ihnen die Möglichkeiten moderner Hörgeräte auf. Im Anschluss an einen kostenlosen Hörtest können Sie ein geeignetes Hörgerät einfach ausprobieren. Auch dieser Service ist gebührenfrei.

Wie kann ich eine Schwerhörigkeit erkennen?

Je früher einer Schwerhörigkeit erkannt wird, umso besser lassen sich das Hörvermögen erhalten und Folgekrankheiten vermeiden. Da sich eine Schwerhörigkeit in der Regel oft schleichend entwickelt, bemerken viele Menschen selbst erstmal gar nicht, dass sie schlecht hören. So leiden bis zu 30 Prozent der Erwachsenen in Deutschland unter einer Schwerhörigkeit, aber nur 12 Prozent sind sich dessen bewusst.
Um eine Schwerhörigkeit rechtzeitig zu erkennen, sollten Sie regelmäßig einen Hörtest durchführen lassen. Der Deutsche Bundesverband der HNO-Ärzte fordert daher bereits seit längerem ein regelmäßiges Hörscreening ab dem 50. Lebensalter.

Sie können gerne bei uns einen Termin für einen kostenlosen Hörtest vereinbaren. Klicken Sie hier-> Zur Seite »

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Geräusche im Überfluss

Wie viele Geräusche nehmen wir tagtäglich wahr?

Jeden Tag sind wir unzähligen Geräuschen ausgesetzt – angefangen von der Kaffeemaschine am Morgen, über die U-Bahn und die Baustelle auf dem Weg zur Arbeit bis hin zum Fernseher, vor dem man den Abend ausklingen lässt. An kaum einem Ort herrscht Stille.

Kaum wahrnehmbar oder ohrenbetäubend laut

Die meisten der zahlreichen Geräusche, die wir an einem Tag hören, nehmen wir kaum richtig wahr. Das Tippen auf der Tastatur der Kollegen im Büro, ein vorbeifahrendes Auto und das leise Rauschen der Spülmaschine lassen sich wohl dazu zählen. Anders können dagegen der tropfende Wasserhahn, ein tieffliegendes Flugzeug über dem Garten oder die Baustelle vor der Haustür zum unüberhörbaren und nervenaufreibenden Geräusch werden.

Wann wird ein Geräusch zu Lärm?

Als Lärm gilt jedes laute und unerwünschte Geräusch. Geräusche entstehen durch Schwingungen und breiten sich in der Luft als Schallwellen aus. Die Stärke des Schalls kann gemessen werden und wird in Dezibel (dB) angegeben. Da jedoch jeder Mensch Geräusche unterschiedlich empfindet, wird Lärm sehr subjektiv wahrgenommen. Der eine empfindet beispielsweise laute Musik als Lärm, dem anderen gefällt sie und wieder ein anderer kümmert sich gar nicht darum. Oftmals hängt die Lärmwahrnehmung auch von der Stimmung ab.

Lärm vermeiden und schönen Geräuschen lauschen

In erster Linie können wir uns vor Lärm schützen, indem wir uns lauten Geräuschen nicht willentlich aussetzen. Sicher können wir der Baustelle direkt vor dem Haus oder dem Arbeitsplatz nicht entfliehen und auch ein Flugzeug wird hin und wieder über unsere Wohnung fliegen. Wir können aber beispielsweise darauf achten, unser Gehör vor zu lauter Musik zu schützen und laute Küchengeräte nicht zu lange laufen zu lassen. Sollten Sie berufsbedingt vielen lauten Geräuschen ausgesetzt sein, bietet sich zudem noch die Möglichkeit, das Gehör gezielt mit einem Gehörschutz zu schützen. Sollten Sie sich nicht sicher sein, wie sehr Ihr Gehör bereits durch Alltagslärm geschädigt sein könnte, dann machen Sie doch hier einen Hörtest.

Auf andere Geräusche, die uns im Alltag begegnen – die wir aber häufig nicht wirklich wahrnehmen – könnten wir dagegen verstärkt achten. So können auch das Vogelzwitschern auf dem Heimweg, der Wind, der durch die Bäume weht oder die Gitarre des Straßenmusikers ein ganz besonderes kleines Hörerlebnis bedeuten.

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Hörstress als Ursache für Erschöpfung oft unterschätzt!

Permanente Hörbelastung macht müde und laugt aus

Deutschland klagt über Erschöpfung im Alltag, vernachlässigt aber das eigene Gehör als Ursache. Dr. rer. nat. Juliane Dettling-Papargyris, Leiterin des terzo-Instituts für angewandte Gehörforschung, erläutert Ihnen in einem Interview, warum Erschöpfung auch von unseren Ohren kommt, welche Rolle Hörstress spielt und wie man auf sein eigenes Gehör achten kann.

Geräusche und Hörstress können ermüden – sowohl das gesunde als auch das eingeschränkte Gehör. Ein regelmäßiger Hörtest ist daher in jedem Alter sinnvoll. Eine Gehörtherapie kann bei eingeschränkter Hörfähigkeit helfen – und damit Ermüdung im Alltag reduzieren. Eine aktuelle Umfrage* zum Thema Hörstress liefert dazu interessante Ergebnisse – Lesen Sie hier das Interview mit Dr. rer. nat. Juliane Dettling-Papargyris, Leiterin des terzo-Instituts.

Lärm und ständige Umgebungsgeräusche ermüden unser Gehör – und sorgen für Stress

Frau Dr. Dettling-Papargyris, in einer aktuellen Befragung hat terzo untersucht, was Deutschland müde macht und was Hörstress damit zu tun hat. Können Sie uns die wichtigsten Ergebnisse erläutern?

Unsere Umfrage zeigt, dass die Hälfte der Deutschen Ermüdung im Alltag schlicht auf Stress im Beruf zurückführt. Fast 10 Prozent geben Stress in der Freizeit an, etwa 20 Prozent nennen laute oder ständige Umgebungsgeräusche als Ursache. Schaut man sich aber die konkreten Faktoren an, stehen fast alle genannten Aspekte im Zusammenhang mit dem Hören: So nennen nahezu 30 Prozent aller Umfrageteilnehmer permanente Umgebungsgeräusche als Grund für Ermüdung, etwas mehr als 17 Prozent Lärm und fast 12 Prozent ein ständig klingelndes Telefon. Oft liegt hier der wahre Grund.

Lärm und Umgebungsgeräusche sind also Auslöser für Ermüdung. Welche Rolle spielt das Gehör dabei?

Unser Gehör ist ständig aktiv – auch wenn wir schlafen. Daher kann es durchaus erschöpfen, denn die permanente Verarbeitung der Hörinformation beansprucht unser Gehirn sehr. Prasseln zu viele Informationen auf unser Gehör ein, ist irgendwann eine Grenze erreicht. Es entsteht Hörstress. Das passiert noch schneller, wenn das Gehör nur noch vermindert funktioniert. Die Betroffenen haben dann in der Regel ein hohes Bedürfnis nach Ruhe. Wie unsere Umfrage belegt, haben sich bereits mehr als 40 Prozent aller Befragten schon einmal durch ein überfordertes Gehör erschöpft gefühlt. Und das sind nur diejenigen, denen das bewusst ist. In vielen Fällen wird, wie vorhin skizziert, die richtige Ursache nicht erkannt.

Auswirkung von Lärm wird unterschätzt, die Ursache von Hörstress oft nicht erkannt

Unterschätzen die Menschen die Auswirkungen von Lärm und Umgebungsgeräuschen auf das eigene Gehör?

Ja, das legen die Ergebnisse nahe. Zwar geben fast ein Drittel der Befragten zu viele Umgebungsgeräusche als Grund dafür an, dass das Gehör Geräusche nicht mehr richtig verarbeitet. Und 70 Prozent glauben, dass eingeschränktes Hören müde macht. Allerdings halten sie sich nicht für selbst betroffen und führen ihre eigene Erschöpfung bzw. Müdigkeit nicht darauf zurück. Das liegt wahrscheinlich daran, dass eine Hörminderungoft schleichend einsetzt.

Sie sprechen von Hörstress. Wie äußert sich dieser und wer ist gefährdet?

Hörstress kann jeden treffen. Darunter wird die Anstrengung als Folge davon verstanden, dass das Gehör Geräusche nicht mehr richtig verarbeiten kann. Der Stress für unser Gehirn ermüdet uns. Betroffene fühlen sich erschöpft und ausgelaugt. Wer häufiger ein solches Gefühl hat, sollte sich darüber bewusst sein, dass nicht nur eine hohe Arbeitsbelastung Auslöser sein kann, sondern auch ein eingeschränktes Gehör. Deshalb macht es durchaus Sinn, regelmäßig einen Hörtest zu machen, um eine abnehmende Hörleistung als Ursache für ständigen Hörstress auszuschließen.

Regelmäßige Hörtests beugen vor, Hörgeräte und Hörtraining unterstützen

Kann ein Hörgerät helfen, Hörstress zu verringern?

Ja, denn eine verminderte Hörfähigkeit führt dazu, dass Hörstress schneller auftritt. Die Hörfähigkeit sinkt aufgrund einer eingeschränkten Verarbeitung von Tönen oftmals schleichend. Ursache ist die abnehmende Sensibilität der sogenannten Hörfilter. Diese ermöglichen ein bewusstes und unbewusstes Hinhören. Sind sie eingeschränkt, wirken Hintergrundgeräusche viel lauter, das eigentlich wichtige lässt sich viel schwieriger ausmachen. So müssen sich die Betroffenen noch mehr anstrengen, um beispielsweise einem Gespräch konzentriert zu folgen. Mit einer Gehörtherapie und angepassten Hörgeräten lässt sich dem entgegenwirken. Dabei wird die Hörfilterfunktion bewusst trainiert, bevor die Hörgeräte eingestellt werden.

Sind Menschen mit Hörgeräten sensibilisierter, wenn es um das Thema Ermüdung und Lärm geht?

Einige. Unsere Umfrage hat ergeben, dass 34 Prozent der Hörgeräteträger sicher sind, dass eingeschränktes Hören auf jeden Fall ermüdet. Dem stehen rund 25 Prozent bei den Befragten ohne Hörgerät gegenüber. Sonst äußern sich die Gruppen ähnlich – das zeigt, dass Hörgeräte allein nicht den Unterschied machen, sondern der bewusste, informierte Umgang; und dass auch Hörgeräteträger noch Informationsbedarf haben.

Wichtig: Auf das Gehör achten und langanhaltende Hörfähigkeit genießen

Wie schützen Sie sich selbst vor zu viel Lärm? Wie kann jeder einzelne auf sein Gehör besser achtgeben?

Ganz wichtig ist es, dass man sein Gehör präventiv vor Lärm schützt. Das heißt zum Beispiel, dass man in bestimmten Situationen einen Gehörschutz tragen sollte. Liegt bereits ein Hörverlust vor, ist schnelles Handeln gefragt, bevor das Gehör immer weiter nachlässt. Denn andernfalls leidet auch die Hörverarbeitung immer mehr. Generell empfiehlt es sich, unabhängig vom Alter regelmäßig einen Hörtest zu machen, um ein besseres Gefühl für sein Gehör zu bekommen.

*Das Meinungsforschungsinstitut Civey hat im Auftrag des terzo-Instituts vom 4. bis 19. Dezember 2017 5.028 Deutsche zum Thema Hörstress befragt.

Eine Umfrage belegt, dass viele Menschen bereits erkannt haben, wie wichtig es ist, regelmäßig einen Hörtest zu machen – 71 Prozent der befragten Bundesbürger haben ihr Gehör bereits testen lassen. Wie ist es bei Ihnen, wann war Ihr letzter Hörtest? Zögern Sie nicht, sich um Ihr Gehör zu sorgen.

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Hörtrailer-Aktionstag am 07.09.20 bei Edeka Nenndorf

Am Montag den 07.09.2020 lädt die Hörstube zum Hörtrailer-Aktionstag ein. Wir stehen von 9 Uhr bis 18 Uhr mit unserem amerikanischen Hörtrailer-Oldtimer bei Edeka in Nenndorf.
Nutzen Sie diese besondere Gelegenheit, in der Testkabine des Oldtimers Ihr Hörvermögen testen zu lassen und verschaffen Sie sich einen Eindruck über die Vielfalt und Individualität unseres Hörlösungen. Bei Bedarf erhalten Sie später eine eingehende Beratung im Rahmen eines Termins in unserem Fachgeschäft.

Überzeugen Sie sich von den bahnbrechenden Fortschritten in den letzten Jahren und den enormen Gewinn an Lebensqualität, den Sie dadurch erfahren. Denn nicht nur die Hörsysteme haben sich weiterentwickelt, sondern auch die Messmethoden zum Hörverlust und zur kognitiven Hörfähigkeit. Erst unsere Gehirn macht es möglich das wir gut hören können. Nicht selten liegt es nicht nur am Hörverlust das man schlechter verstehen kann. Die kognitiven Hörfähigkeiten können wir bei Ihnen messen und bei Bedarf ein Therapieplan für eine Verbesserung aufstellen.

Diese Therapien kann man zum Beispiel bei folgenden Symptomen anwenden:
– Tinnitus
– Hyperakusis (Lärmempfindlichkeit)
– auditive Verarbeitungsstörungen (AVS)
– auditive Verarbeitungs- u. Wahrnehmungsstörung (AVWS)
– Hörentwöhnung
– nach einem Hörsturz bei Hörverzerrungen

Kommen Sie vorbei und lassen Sie Ihre Hörfähigkeit messen.

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Richtig Hinhören will gelernt sein !

Wie aus Hören Verstehen wird

Die Funktionsweise des menschlichen Ohrs ist einzigartig. Sobald ein Geräusch wahrgenommen wird, löst dies eine Art Kettenreaktion aus. Zuallererst trifft Schall auf das Außenohr, wodurch die Ohrmuschel angeregt wird, diese Schallwellen an das Trommelfell weiterzuleiten. Das empfindliche Trommelfell gerät dadurch in Schwingung und diese Schwingungen werden wiederum an das Gehörknöchelchen übertragen. Somit wird der Schall verstärkt und erreicht anschließend das Innenohr.

Hier sitzen spezielle Rezeptoren, die Wellenbewegungen aufnehmen und sie in elektrische Impulse umwandeln. Zu guter Letzt werden diese Reize über den Hörnerv an das Gehirn weitergeleitet und dort entschlüsselt. Fällt ein Teil dieser Kettenreaktion aus, ist leider nicht gewährleistet, dass Sie die Geräusche auch tatsächlich richtig verstehen und einordnen können.

Es fängt mit dem Unverständnis einiger Wörter an, geht über zu Schwierigkeiten bei der Gesprächsverfolgung und entwickelt sich letztlich zu einem wirklichen Kommunikationsproblem: Die meisten Menschen nehmen ihre Schwerhörigkeit meist viel zu lange gar nicht wahr oder verdrängen sie gezielt. Hiermit ist jedoch niemandem einen Gefallen getan, denn nicht nur Sie werden mit der Zeit immer frustrierter, sondern auch Ihr Gegenüber.

Während Ihre Schwerhörigkeit für Sie zu einer Gewohnheit wird, gerät die richtige Verarbeitung von Geräuschen für Ihr Gehirn in Vergessenheit. Um die fehlenden Informationen auszugleichen, greift Ihr Gehirn auf bereits vorhandene Erfahrungen zurück, die jedoch nicht immer in den Kontext passen. Falls Sie bemerken sollten, dass Ihr Gesprächspartner sich oft wiederholen muss oder das Vogelgezwitscher im Garten immer leiser wird, sollten Sie dies nicht auf die leichte Schulter nehmen! Stellen Sie Ihr Gehör auf die Probe und machen Sie einen Hörtest bei dem Hörakustiker oder HNO-Arzt Ihres Vertrauens.

Wie Sie sich Ihrer neuen Hörsituation anpassen können

Haben Sie einmal den Schritt zum Hörgerät gewagt, werden Sie eine enorme Verbesserung Ihrer Lebensqualität feststellen können. Durch die nun gesteigerte Geräuschwahrnehmung müssen Sie sich jedoch zunächst an die veränderte Hörsituation anpassen. Ihr Gehirn gewöhnt sich nur langsam wieder daran, eng mit Ihrem Gehör zusammen zu arbeiten, um zuvor kaum wahrnehmbare Geräusche interpretieren zu können. Mit einem gezielten Hörtraining können Sie diesen Prozess unterstützen! Denn wenn Sie Ihre Konzentration auf das Hören legen, verbessern Sie somit auch gleichzeitig das Verstehen.

Hier finden Sie mehr Informationen über unser Hörtraining: Zur Seite »

Bei Interesse an unserem Hörtraining, melden Sie sich gerne bei uns und wir vereinbaren einen Beratungstermin.

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Prävention ist nicht schwer – 7 Regeln für gesunde Ohren -7. Regel

Was muss man beachten, um sein Gehör gesund zu halten? Nicht nur für Musiker gilt es, besonders auf die Gesundheit des eigenen Gehörs zu achten. Unser Hörsinn ist das Tor zu unserer Umwelt – dieses sollten wir schützen. Doch wie geht das?

Neben der obligatorischen, gesunden Ernährung gibt es ein paar einfache Grundlagen, deren Befolgung unsere Ohren und den Hörsinn schützen kann. Wir haben die wichtigsten 7 davon hier zusammengetragen: Hier kommt Regel 7.

– Stress vermeiden und abbauen –

Einer der Hauptrisikofaktoren für Gehörschäden und insbesondere auch für Tinnitus sind neben Lärm jegliche Formen von Stress. Diesen gilt es unserer Gesundheit zuliebe tunlichst zu reduzieren, respektive entgegenzuwirken. Spezielle Entspannungsübungen, wie beispielsweise auch Yoga und sonstige sportliche Aktivitäten, können dabei schon helfen. Gerade bei einem sehr fordernden Alltag, in dem Zeit- und Leistungsdruck keine Seltenheit sind, hilft es sich mit den Themen Entschleunigung und Achtsamkeit zu beschäftigen. Oftmals bringt es uns mehr voran, zwischendurch mal einen Gang zurückzuschalten.

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Prävention ist nicht schwer – 7 Regeln für gesunde Ohren – 6. Regel

Was muss man beachten, um sein Gehör gesund zu halten? Nicht nur für Musiker gilt es, besonders auf die Gesundheit des eigenen Gehörs zu achten. Unser Hörsinn ist das Tor zu unserer Umwelt – dieses sollten wir schützen. Doch wie geht das?

Neben der obligatorischen, gesunden Ernährung gibt es ein paar einfache Grundlagen, deren Befolgung unsere Ohren und den Hörsinn schützen kann. Wir haben die wichtigsten 7 davon hier zusammengetragen: Hier kommt Regel 6.

– Arbeitsplatz optimieren –

Reden Sie mit Ihrer oder Ihrem Vorgesetzten, sollten Sie das Gefühl haben, dass Ihr Arbeitsalltag oder das Umfeld am Arbeitsplatz Ihrem Gehör schaden. Sprechen Sie Ihren Arbeitgeber darauf an, denn dieser ist sogar gesetzlich verpflichtet die Risiken für Ihre Gesundheit zu überprüfen und gegebenen Falles Abhilfe zu schaffen. Eine einfache Regel hilft bei der initialen Überprüfung:
Sie sollten am Arbeitsplatz niemals ungeschützt einer höheren Lautstärke ausgesetzt sein, als vergleichsweise an einer belebten Fahrstraße. Achten Sie mal darauf und eliminieren Sie Lärmquellen soweit möglich.

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Prävention ist nicht schwer – 7 Regeln für gesunde Ohren – 5. Regel

Was muss man beachten, um sein Gehör gesund zu halten? Nicht nur für Musiker gilt es, besonders auf die Gesundheit des eigenen Gehörs zu achten. Unser Hörsinn ist das Tor zu unserer Umwelt – dieses sollten wir schützen. Doch wie geht das?

Neben der obligatorischen, gesunden Ernährung gibt es ein paar einfache Grundlagen, deren Befolgung unsere Ohren und den Hörsinn schützen kann. Wir haben die wichtigsten 7 davon hier zusammengetragen: Hier kommt Regel 5.

– Abtauchen vermeiden –

In der Badewanne könnten Bakterien von anderen Körperregionen in den Gehörgang eindringen und eine Infektion auslösen. Daher besser die Ohren nicht in das Badewasser tauchen, wenn man auf Nummer sicher gehen möchte. Nach dem Baden, Duschen oder Schwimmen die Ohren sorgfältig trocknen. Mit einem weichen Handtuch oder vorsichtig mit dem Föhn.

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Prävention ist nicht schwer – 7 Regeln für gesunde Ohren – 4. Regel

Was muss man beachten, um sein Gehör gesund zu halten? Nicht nur für Musiker gilt es, besonders auf die Gesundheit des eigenen Gehörs zu achten. Unser Hörsinn ist das Tor zu unserer Umwelt – dieses sollten wir schützen. Doch wie geht das?

Neben der obligatorischen, gesunden Ernährung gibt es ein paar einfache Grundlagen, deren Befolgung unsere Ohren und den Hörsinn schützen kann. Wir haben die wichtigsten 7 davon hier zusammengetragen: Hier kommt Regel 4.

– Schützen Sie Ihr Gehör –

Eine der wichtigsten Regeln: Wenn Sie sich in einer lauten oder staubigen Umgebung aufhalten, benutzen Sie immer einen angepassten Hörschutz oder zumindest Ohrstöpsel. Anhaltender Lärm schadet Ihrem Gehör und Ihrer Psyche. Von einfachen Schaumstoff-Stöpseln bis hin zu Profilösungen – beispielsweise für Musiker oder Wassersportler – die Bandbreite ist ebenso groß wie die Notwendigkeit unser Gehör vor Lärm zu schützen. Dessen konsequente Vermeidung ist der beste Weg, Hörschäden aktiv vorzubeugen. Lassen Sie sich gerne von uns beraten, welcher Gehörschutz für Sie der richtige ist.

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Prävention ist nicht schwer – 7 Regeln für gesunde Ohren – 3. Regel

Was muss man beachten, um sein Gehör gesund zu halten? Nicht nur für Musiker gilt es, besonders auf die Gesundheit des eigenen Gehörs zu achten. Unser Hörsinn ist das Tor zu unserer Umwelt – dieses sollten wir schützen. Doch wie geht das?

Neben der obligatorischen, gesunden Ernährung gibt es ein paar einfache Grundlagen, deren Befolgung unsere Ohren und den Hörsinn schützen kann. Wir haben die wichtigsten 7 davon hier zusammengetragen: Hier kommt Regel 3.

– Keine Fremdkörper –

Wenn die eigentlich dafür gedachten und besonders weichen Wattestäbchen schon mehr Schaden anrichten, als dass sie gutes vollbringen, dann liegt die nächste Grundregel wirklich sehr nahe. Keine Fremdkörper in das Ohr einführen.
Das Ohrinnere ist empfindlich und kann leicht geschädigt werden. Gedankenverloren mit einem Stift in den Ohren zu pulen, während man zum Beispiel über die Lösung eines Problems sinniert, ist keine gute Idee. Neben der rein mechanischen Verletzungsgefahr bringt man damit zusätzlich auch noch Schmutz und Bakterien in den Gehörgang. Also – besser Finger weg, selbst wenn es mal im Ohr jucken sollte. Dann lieber ab zum HNO-Arzt. Dieser nimmt eine Ohrenspiegelung vor oder macht einen Abstrich und schon ist die Ursache bekannt und kann behandelt werden.

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Prävention ist nicht schwer – 7 Regeln für gesunde Ohren – 2. Regel

Was muss man beachten, um sein Gehör gesund zu halten? Nicht nur für Musiker gilt es, besonders auf die Gesundheit des eigenen Gehörs zu achten. Unser Hörsinn ist das Tor zu unserer Umwelt – dieses sollten wir schützen. Doch wie geht das?

Neben der obligatorischen, gesunden Ernährung gibt es ein paar einfache Grundlagen, deren Befolgung unsere Ohren und den Hörsinn schützen kann. Wir haben die wichtigsten 7 davon hier zusammengetragen: Hier kommt Regel 2.

– Keine Wattestäbchen –

Die zweite Regel knüpft nahtlos an der vorherigen an. Noch immer ist es nicht bei jedem angekommen: Wattestäbchen schaden unserem Gehörgang, da sie das Ohrenschmalz, auch Cerumen genannt, eher tiefer und fester hineindrücken, als es zu entfernen.
Zu einer professionellen Reinigung des Gehörganges geht es besser regelmäßig zum HNO. Dieser kann überflüssiges Cerumen sicher und effektiv entfernen.

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Neue Maßnahmen ab Mai – CORONAVIRUS

Ab Mai sind wir wieder zu den normalen Öffnungszeiten für Sie da. Die anderen Verhaltensregeln (siehe unten) bleiben bis zum Widerruf in Kraft.!

Ab Montag, den 27.04.2020 gilt in Niedersachsen die Masken-Pflicht beim Einkaufen.
Damit sind auch wir betroffen, deshalb hier die neuen Verhaltensregeln bei uns im Fachgeschäft:

1. Betreten des Fachgeschäfts nur noch mit Mundschutz! Personen mit Atemwegserkrankungen sind davon ausgenommen.
2. Nach betreten des Fachgeschäft bitte die Hände desinfizieren. Desinfektionsmittel steht vor Ort bereit.
3. Den geforderten Abstand von min. 1,5 m zu allen Personen im Geschäft einhalten.
4. Aufs Händeschütteln verzichten.
5. Besuche des Fachgeschäft bitte vorher telefonisch absprechen.

Diese Maßnahmen gelten bis auf Widerruf.

Prävention ist nicht schwer – 1. Regeln für gesunde Ohren

Was muss man beachten, um sein Gehör gesund zu halten? Nicht nur für Musiker gilt es, besonders auf die Gesundheit des eigenen Gehörs zu achten. Unser Hörsinn ist das Tor zu unserer Umwelt – dieses sollten wir schützen. Doch wie geht das?

Neben der obligatorischen, gesunden Ernährung gibt es ein paar einfache Grundlagen, deren Befolgung unsere Ohren und den Hörsinn schützen kann. Wir haben die wichtigsten 7 davon hier zusammengetragen. Hier kommt Regel 1.

– Hygiene –

Klingt eigentlich selbstverständlich, aber muss erwähnt werden. Eine ordentliche Reinigung und Pflege unserer Ohren gehören natürlich zu einer gesunden Körperpflege dazu. Wie man schon zu kleinen Kindern seit ewigen Zeiten zu sagen pflegt: „Immer schön hinter den Ohren waschen“. Den sichtbaren Teil unserer Ohren und den dahinter sollten wir regelmäßig und vorsichtig waschen. Am besten mit warmem, nicht zu heißem Wasser und einer milden Seife, respektive einem sensiblen Duschgel. Mit sauberen Fingern nachspülen und einem weichen Handtuch abtrocknen. Einige Hersteller bieten zudem Ohrenreiniger in diversen Variationen an.

In diesem Zusammenhang sollte man sich aber besser von einem HNO-Arzt beraten lassen, da einige Produkte, insbesondere bei unsachgemäßer Anwendung, durchaus auch eher schaden, als helfen können. Unsere Ohren reinigen sich nämlich eigentlich von selbst.

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Neue Maßnahmen – CORONAVIRUS

Ab Montag, den 27.04.2020 gilt in Niedersachsen die Masken-Pflicht beim Einkaufen.

Damit sind auch wir betroffen, deshalb hier die neuen Verhaltensregeln bei uns im Fachgeschäft:

1. Betreten des Fachgeschäfts nur noch mit Mundschutz! Personen mit Atemwegserkrankungen sind davon ausgenommen
2. Nach betreten des Fachgeschäft bitte die Hände desinfizieren. Desinfektionsmittel steht vor Ort bereit.
3. Wenn möglich den geforderten Abstand zu allen Personen im Geschäft einhalten.
4. Aufs Händeschütteln verzichten.
5. Besuche des Fachgeschäft vorher telefonisch absprechen.
6. Die Hörstube ist für den spontanen Besuch weiterhin geschlossen.

Diese Maßnahmen gelten bis auf Widerruf.

Die 6 bekanntesten Redewendungen und Phrasen rund um unsere Ohren – Teil 6

Jeder kennt sie – Redewendung rund um unser Hörorgan. Fast täglich verwenden wir solche Formulierungen, ohne es zu realisieren. Aber woher stammen die teils komischen Phrasen, die uns bei direkter Versinnbildlichung schräge Bilder in den Kopf zaubern? Wir bringen Licht ins Dunkle.

In dieser Blog-Serie möchten wir etwas Licht ins Dunkle und den ein oder anderen Leser sicherlich auch zum Schmunzeln bringen. Hier kommt Teil 6.

Noch „grün hinter den Ohren sein“

Diese Redensart ist zwar noch immer gebräuchlich, dennoch lässt sich deren Herkunft nicht eindeutig bestimmen. Wahrscheinlich bezieht sich diese Aussage wohl darauf, dass unreifes und noch junges Obst meist eine grünliche Färbung aufweist. In Ausdrücken wie „Grünschnabel“ findet sich diese Metaphorik auch wieder. Man gibt seinem Gegenüber damit zu verstehen, dass ihm oder ihr die nötige Erfahrung fehlt. Das Thema mit den Ohren könnte im Zusammenhang mit der Variante „noch feucht hinter der Ohren“ stehen und seinen Ursprung im Kreißsaal haben. Unmittelbar nach der Geburt wird das Baby getrocknet und dabei wird gelegentlich der Bereich hinter den Ohren vergessen. Im Laufe der Zeit könnten sich die Redewendungen vermischt haben.

Die Beispiele zeigen, wie tief verwurzelt Ohren und Hörsinn in unserer Alltagssprache sind. Kein Wunder, sind sie doch unsere Tore zu Mitmenschen und Umwelt. Daher ist es wichtig, regelmäßig – mindestens alle zwei Jahre – einen Hörtest zu machen, um zu überprüfen, ob mit dem Hören noch alles in Ordnung ist. Die Hörtests können Sie kostenlos bei uns in der Hörstube durchführen lassen.
Also, bitte hinter die Ohren schreiben: Regelmäßig einen Hörtest machen.

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Die 6 bekanntesten Redewendungen und Phrasen rund um unsere Ohren – Teil 5

Jeder kennt sie – Redewendung rund um unser Hörorgan. Fast täglich verwenden wir solche Formulierungen, ohne es zu realisieren. Aber woher stammen die teils komischen Phrasen, die uns bei direkter Versinnbildlichung schräge Bilder in den Kopf zaubern? Wir bringen Licht ins Dunkle.

In dieser Blog-Serie möchten wir etwas Licht ins Dunkle und den ein oder anderen Leser sicherlich auch zum Schmunzeln bringen. Hier kommt Teil 5.

„Bis über beide Ohren verliebt sein“

Die Redewendung bedeutet, sich leidenschaftlich verliebt zu haben. Der Ausdruck „bis über die, bzw. bis über beide Ohren“ findet sich historisch auch in einigen anderen Redensarten und bedeutet immer etwas wie „tief“ oder „vollständig“. Man kann also durchaus auch bis über beide Ohren in Schulden stecken. Das wurzelt – wie im Ausdruck „bis zum Hals“ auch – in der Vorstellung eines Ertrinkenden, der vollständig, also bis über die Ohren im Wasser eingetaucht ist.

Bereits um 1500 kamen solche Aussagen vor. Damals meist in negativem Zusammenhang. Erst im 17. Jahrhundert kommen positive Varianten dazu. So tauchen eben auch eine der schönsten Varianten „verliebt sein“ in den Werken der Romantik, wie beispielsweise bei E.T.A. Hoffmann oder Eichendorff auf.

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Die 6 bekanntesten Redewendungen und Phrasen rund um unsere Ohren – Teil 4

Jeder kennt sie – Redewendung rund um unser Hörorgan. Fast täglich verwenden wir solche Formulierungen, ohne es zu realisieren. Aber woher stammen die teils komischen Phrasen, die uns bei direkter Versinnbildlichung schräge Bilder in den Kopf zaubern? Wir bringen Licht ins Dunkle.

In dieser Blog-Serie möchten wir etwas Licht ins Dunkle und den ein oder anderen Leser sicherlich auch zum Schmunzeln bringen. Hier kommt Teil 4.

Viel „um die Ohren haben“

Wenn man umgangssprachlich zu „viel um die Ohren hat“, kommt man zu nichts und ist meist schnell gestresst. Diese Redensart scheint sich im Ursprung auf Arbeitslärm oder Stimmengewirr bezogen zu haben. Ein früher Beleg findet sich einem alten Wörterbuch Deutsch-Schwedisch von 1814 wieder. Im heutigen Gebrauch bedeutet es meist einfach viel Arbeit zu haben und sich um viele Dinge gleichzeitig kümmern zu müssen.

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Die 6 bekanntesten Redewendungen und Phrasen rund um unsere Ohren – Teil 3

Jeder kennt sie – Redewendung rund um unser Hörorgan. Fast täglich verwenden wir solche Formulierungen, ohne es zu realisieren. Aber woher stammen die teils komischen Phrasen, die uns bei direkter Versinnbildlichung schräge Bilder in den Kopf zaubern? Wir bringen Licht ins Dunkle.

In dieser Blog-Serie möchten wir etwas Licht ins Dunkle und den ein oder anderen Leser sicherlich auch zum Schmunzeln bringen. Hier kommt Teil 3.

Etwas „Hinter die Ohren schreiben“

Die Aufforderung sich etwas hinter die Ohren oder gar hinter die „Löffel“ zu schreiben, geht auf einen uralten Rechtsbrauch zurück:
Im frühen Mittelalter hatte man bei wichtigen Verhandlungen oder neuen Regelungen, wie z.B. der Festlegung von Grenzen, die Kinder der Verhandlungspartner dazu geholt. Dies auch gerne an den Ohren – daher die Formulierung “einen Zeugen hinzuziehen“. Sie sollten notfalls noch in der nächsten Generation als lebende Zeugen dazu aussagen können.

Um die genaue Lage der Grenzpunkte auch nicht zu vergessen, empfingen die Kleinen an jedem Punkt ein paar Ohrfeigen. Man “schrieb” ihnen also die Position der Grenzpunkte hinter die Ohren. Dieser merkwürdige Brauch soll noch im Bayern des 18. Jahrhunderts praktiziert worden sein. Sogar noch im 19. Jahrhundert nahm man in Schwaben bei der jährlichen Feldbegehung Knaben mit, denen man an relevanten Grenzpunkten einen Satz Ohrfeigen verabreichte, damit sie sich auch lange an die Dorf-Grenzen erinnern können.

Auch angehende Ritter wurden beim Ritterschlag geohrfeigt, damit sie sich lange an ihre bei der Zeremonie abgelegten Gelübde erinnern können. So genannte „mnemotechnischen Ohrfeigen“ waren im Mittelalter also durchaus verbreitet.

In unseren Zeiten wird die Aufforderung, man solle sich etwas hinter die Ohren schreiben, eher im Zusammenhang mit einer Standpauke verwendet.

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Die 6 bekanntesten Redewendungen und Phrasen rund um unsere Ohren – Teil 2

Jeder kennt sie – Redewendung rund um unser Hörorgan. Fast täglich verwenden wir solche Formulierungen, ohne es zu realisieren. Aber woher stammen die teils komischen Phrasen, die uns bei direkter Versinnbildlichung schräge Bilder in den Kopf zaubern? Wir bringen Licht ins Dunkle.

In dieser Blog-Serie möchten wir etwas Licht ins Dunkle und den ein oder anderen Leser sicherlich auch zum Schmunzeln bringen. Hier kommt Teil 2.

Es „faustdick hinter den Ohren haben“

Diese Phrase geht auf einen alten Volksglauben und eine Art volkstümliche “Schädellehre” zurück, wonach der Sinn der Verschlagenheit hinter den Ohren liegt und dort desto größere Knochenwülste hervorbringt, je stärker er ausgeprägt ist. Das mag vielleicht daran gelegen haben, dass man hinter die Ohren ja nicht sehen kann. Somit – im übertragenen Sinne – also auch nicht die schlechten Gedanken des Gegenübers.

Die Stelle hinter den Lauschern zeigte also Charaktereigenschaften an.

Wenn es jemand “faustdick hinter den Ohren hat”, meint das den Schalk, der hinter den Ohren, oder bekanntermaßen auch im Nacken sitzt. Dieser Schalk bezieht sich auf die dort liegenden Knochenwülste. Im Mittelalter glaubte man, dass die Verschlagenheit in diesen Knochen wohnt. Ein großer Knochenwulst zeigt also eine große Verschlagenheit an, getarnt aber durch die Ohren.

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Die 6 bekanntesten Redewendungen und Phrasen rund um unsere Ohren – Teil 1

Jeder kennt sie – Redewendung rund um unser Hörorgan. Fast täglich verwenden wir solche Formulierungen, ohne es zu realisieren. Aber woher stammen die teils komischen Phrasen, die uns bei direkter Versinnbildlichung schräge Bilder in den Kopf zaubern? Wir bringen Licht ins Dunkle. „Mal wieder auf der Leitung stehen“, eine „Leiche im Keller haben“, oder ist „alles in Butter“?
Was wollen uns solche Formulierungen ursprünglich sagen und wer hat sich das ausgedacht.

In dieser Blog-Serie möchten wir etwas Licht ins Dunkle und den ein oder anderen Leser sicherlich auch zum Schmunzeln bringen.

Im deutschen Sprachgebrauch gibt es historisch bis heute hunderte Redewendung und da sich zahlreiche davon mit unseren Ohren beschäftigen, ein Grund für uns die geflügelten Worte mal näher unter die Lupe zu nehmen. Ursprünge von Redensarten liegen meist viele hundert Jahre in der Vergangenheit. Heute nutzen wir in unserem täglichen Sprachgebrauch unzählige Sprichwörter und Redewendungen mit einer absoluten Selbstverständlichkeit, ohne uns jemals explizit über deren eigentliche Bedeutung Gedanken zu machen. Grade in der deutschen Sprache wimmelt es nur so von skurrilen Redewendungen, die kaum noch im Zusammenhang mit unserem Alltag stehen und ihren Ursprung häufig bereits im Mittelalter und in ganz anderem Kontext hatten.

Die 6 bekanntesten Redewendungen und Phrasen rund um unsere Ohren – Teil 1

Die Ohren steifhalten

“Halt die Ohren steif – das wird schon!“ Diese Floskel hört man oft, wenn man sich zusammenreißen und nicht den Mut verlieren soll. Beispielsweise nach Rückschlägen, oder vor wichtigen Herausforderungen und Prüfungen. Wird dann geraten, “die Ohren steif zu halten“, dann bedeutet das, aufmerksam, zuversichtlich und munter zu sein und sich von nichts und niemandem unterkriegen zu lassen. Diese Redewendung kommt, wie viele andere, aus dem Tierreich. Wenn Hunde oder Pferde aufmerksam sind, dann halten sie ihre Ohren steif: Sie stellen die Lauscher auf und “spitzen” sie regelrecht. Lassen sie die Ohren aber herabhängen, sind sie müde oder geben keine besondere Acht. Gleiche Herkunft hat also auch die Redewendung „die Ohren spitzen“.

So wurde ein Sprichwort auf den Menschen übertragen. Auch wenn es für diesen anatomisch bedingt schwer ist, die Ohren steif zu halten oder hängen zu lassen. Dennoch weiß jeder was gemeint ist.

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Welttag des Hörens am 3. März 2020

Gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und zahlreichen Branchenpartnern veranstaltet der Bundesverband der Hörgeräte-Industrie (BVHI) jedes Jahr am 03. März den Welttag des Hörens. Bei dieser Kampagne geht es um weit mehr, als „nur“ darum gut zu hören:
Ein intakter oder gut versorgter Hörsinn schützt vor kognitivem Leistungsverfall, bewahrt vor Unfällen im Straßenverkehr, ermöglicht die Pflege sozialer Kontakte und das Erleben der Natur und ihrer Klänge.

Hören schafft Verbindung zwischen Mensch und der Umwelt. Es ist daher einer der wichtigsten – wenn nicht der wichtigste
„Sinn deines Lebens!“
Daher ist es wichtig, das Gehör zu schützen und im Falle einer Hörminderung bestmöglich zu versorgen.
Der Welttag des Hörens will so viele Menschen wie möglich über die Bedeutung des guten Hörens informieren und für den eigenen Hörsinn sensibilisieren.

Machen Sie mit und denken Sie an Ihr Gehör.

Weitere Informationen:
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Circa AI – mehr als nur ein Hörsystem!

Starkey Hearing Technologies stellt das weltweit erste Healthable-Hörsystem mit integrierten Sensoren und künstlicher Intelligenz vor. Das revolutionäre Circa AI trackt die Fitness von Körper und Geist und ist das weltweit erste Hörsystem mit integriertem Sturzdetektor, Sturzmeldung und Sprachübersetzung.

Durch den Einsatz künstlicher Intelligenz senkt die neue Hearing Reality-Technologie die Lautstärke von Störgeräuschen in lauter Umgebung um durchschnittlich 50% und reduziert damit den Höraufwand erheblich. Gleichzeitig verbessert das Gerät die Sprachverständlichkeit und optimiert somit das Hörerlebnis.


Die Eigenschaften im Überblick:

  • Sturzdetektor und -alam
  • Übersetzung in 27 Sprachen
  • Aktivitäts- und mental Fitness-Tracking anhand des Thrive Wellness Scores in der App
  • Sprache-zu-Text Funktion
  • Selbstest der Hörsystemkomponenten
  • Intuitive Benutzeroberfläche mit Tipp-Steuerung
  • Fernprogrammierungs- und -wartungsoption durch den Hörakustiker
  • Natürliches Hören und klares Sprachverständnis in lauter Umgebund durch Herarinf Reallity-Technologie
  • kombinierbar mit Wireless-Zubehör, einschließlich Alexa
  • Drahtlos Straming von Anrufen, Musik und mehr
  • Akku-Technik oder Batterie-Technik

Testen Sie kostenlos bei uns – in der Hörstube – das neue Circa AI Hörgerät.

Weitere Informationen:
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Der 63. Internationale Hörakustiker-Kongress

Einmal im Jahr findet der internationale Hörakustiker-Kongress statt – dieses Jahr in Hannover. Auf dem Kongress können sich alle Hörakustiker über neue Produkte in ihrer Branche erkundigen. Zusätzlich kann man verschiedene Fachvorträge besuchen. Der Kongress wird veranstaltet von der Europäische Union der Hörakustiker e. V, kurz EUHA.

Auch das Team der Hörstube war vor Ort. Wir haben uns über Neuheiten aus der Branche informiert. Zum Beispiel über neue Herstellungsverfahren für Ohrstücke und Gehörschutz, sowie neue Messsysteme zum Einstellen und Überprüfen der Anpassung. Auch verschieden Arten von Hörtrainings wurden vorgestellt.

 

Ein weiteres Ziel war die Anschaffung eines neuen Video-Otoskops. Das Video-Otoskop ermöglicht das Ansehen eines Gehörganges und die Erstellung eines Bildes oder Videos. Dies ermöglicht uns den Kunden noch mehr in den Anpassprozess einzubinden. Bei uns kann sich der Kunde jetzt selbst ein Bild von seinem Gehörgang machen.

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(ZU)HÖREN: leider verlernt!

Hören beginnt mit den Ohren, Verstehen findet dazwischen statt.

NEU bei uns in der Hörstube: Hörtraining mit „sentibo smart brain systems“!

Der Hörprozess besteht aus folgenden zwei Bestandteilen:

  • Peripheres Hören: Geräusch werden über das Außen- und Mittelohr aufgenommen und an das Innenohr weitergeleitet. Hier findet die Schallumwandlung statt.
  • Zentrales Hören: Über die Hörbahn (Hörnerv) wird der Schall weiterverarbeitet und zur Wahrnehmung ans zentrale Nervensystem weitergeleitet.

Hörgeräte setzen beim peripheren Hören an. Sie verstärken, vereinfacht gesagt, die Signale und dies kommen lauter an. Wenn Menschen jedoch seit Jahren schlechter hören, dann ist die Kommunikation zwischen peripherem und zentralem Hören gestört. Denn das Gehirn hat es schlichtweg verlernt, die Sprache – unabhängig davon, wie sie übertragen wird – wahrzunehmen und zu verarbeiten. Das erklärt auch, warum viele Menschen trotz eines Hörgerätes nicht richtig verstehen. Genau hier setzt das „sentibo smart brain system“ an.

Sinne wieder neu entdecken mit dem „sentibo smart brain system“ in 2 Phasen:

1. Phase: Analyse und Anpassung
Hier wird Ihre Hörentwöhnung bestimmt, sowie Ihr individueller Hörgeschmack.
Mit diesen Ergebnissen werden die sentibo Twins-Geräte genau auf Ihre Bedürfnisse eingestellt.

2. Phase: Trainingsphase
Mit diese Phase beginnt das eigentliche Hörtraining. Diese Phase dauert zwischen 4 bis 6 Wochen.
Mit Hilfe von regelmäßigen, aufeinander abgestimmten Belastungs- und Entspannungsübungen wird die Verknüpfung zwischen peripherem und zentralen Hören wieder aufgebaut.

Diese Phase wird durch wöchentliche Verlaufskontrollen und zusätzliche Trainings von uns unterstützt und überprüft.

Nach erfolgreichem Abschluss des Hörtrainings kann entweder die eigentliche Ausprobe von Hörgeräten stattfinden oder die Überprüfung von vorhandenen Hörgeräten.

Beratungstermin vereinbaren:
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Jetzt neu bei uns – Die myHearing-App!

Persönliche Betreuung. Überall.

Mit der neuen myHearing-App genießen Sie exzellenten Support mit einer noch besseren Betreuung Ihrer Hörgeräteanpassung. Mit der App können Sie ihr persönliches Hörtraining absolvieren, auf Anleitungen zugreifen, Ihren Fortschritt beobachten und digital mit uns kommunizieren – wo auch immer Sie sind. Die myHearing-App kann mit allen Hörgeräten genutzt werden und sie ist für alle Signia Hörsysteme optimiert.
Somit ist diese App die ideale Lösung für alle Hörgeräteträger mit Smartphone.


Die Vorteile im Überblick:

  • Werden Sie schneller mit Ihren Hörgeräten vertraut.
  • Geben Sie uns detailliert Feedback über Ihre Hörerfahrung.
  • Kontaktieren Sie uns – wo immer sie auch sind und wann immer Sie wollen.
  • Schrittweise Hörübungen und hilfreiche Anleitungen ermöglichen Ihnen schneller mit Ihren Hörgeräten vertraut zu werden.
  • Beobachten Sie Ihren persönlichen Fortschritt.
  • Unterstützen Sie Ihren Hörgeräteakustiker mit einem kurzen Feedback, um Ihre Hörgeräte noch individueller einzustellen.
  • Erhalten Sie Ratschläge und Unterstützung – wo auch immer Sie sind.

Die myHearing-App ist kompatibel mit Android- und iOS-Smartphones.

Weiteren Informationen:
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Hören ohne Limits – Zerena neu im Hörstube-Sortiment

Die neuen ZERENA Hörgeräte von Bernafon haben wir ab sofort in unserem Sortiment. Durch die DECSTM Technologie reagiert ZERENA ganz natürlich und erstmals live, ohne hörbare Verzögerungen auf jede noch so kleine akustische Änderung in Ihrer Umwelt. Das Hörerlebnis ist so überzeugend, dass Sie Ihre Prioritäten wieder ganz wie früher setzen und fast vergessen, dass Sie Hörgeräte tragen.


Die Eigenschaften im Überblick:

  • Erhält den ursprünglichen Charakter der Hörumgebung
  • Bietet mehr Komfort und weniger Höranstrengung
  • Reagiert nahtlos und schnell auf die Umwelt – keine manuellen Änderungen nötig
  • Made for iPhone®
  • Nutzt 2,4 GHz Wireless Technologie für direktes Streaming ohne Zwischengeräte

Testen Sie kostenlos bei uns – in der Hörstube – das neue ZERENA Hörgerät.

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Unser Hörgeräte-Angebot sortiert nach Preisen und Funktionsumfang

Das Hörstube-Team hat sich Gedanke gemacht, um Ihnen die Hörgeräte-Auswahl zu erleichtern. Zur Veranschaulichung haben wir unterschiedliche Kategorien eingeführt. Sie finden pro Kategorie einen groben Preisrahmen und die erfüllten Funktionen und Eigenschaften.
Funktionen, die in mehreren Kategorien erfüllt sind, haben bei Hörgeräten in den höherwertigen Kategorien eine bessere Leistung und mehr Einstellungsmöglichkeiten.


Welches Hörgerät passt zu Ihnen?

Um das zu entscheiden, sind weitere Schritte notwendig. Durch einen ersten Hörtest ermitteln wir Ihr individuelles Hörvermögen. Anhand der Messergebnisse und Ihren persönlichen Wünschen und Bedürfnissen finden wir Ihre passende Hörgerätekategorie.

Zu unseren Preisen und Kategorien:
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Ist Hören trainierbar?

Ein Interessanter Beitrag zum Thema Hörerfolg mit Hörgeräten auf dem Informationsportal „meinhoergeraet.de“ 
Die Hörverschlechterung im Alter hat vielfältige Ursachen. Hierzu gehören Verschleißerscheinungen im Ohr aber auch Alterungsprozesse im Gehirn. Die Universität Zürich stellte im Rahmen einer Studie einen Zusammenhang zwischen Alterungsprozessen im Gehirn und einer Verschlechterung des Sprachverstehens her.

Dies lässt sich jedoch, laut der Studie, durch regelmäßigen und konsequentes Tragen von Hörgeräten deutlich verbessern. Um eine Verbesserung des Sprachverstehens zu erzielen ist ein Tragen des Hörgerätes ohne Unterbrechung von mindestens 12 Stunden täglich erforderlich.

Weitere Informationen:
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